Cefalú II

HectorCefalu_F

Back to where we belong

Three-and-a-half-days until the ferry will carry us back North. I could use the time and cross off my list all outstanding highlights: Trapani, hikes through national parks, Erice, rivers and ravines. Instead, I get back to my favourite spot with Hector’s rear tires almost getting wet and salty.

HectorCefalu_C

Déjà vu? Wonderful Remake!

Lazy but sporty days are up: admire the golden morning light with a first coffee. Then find some place close to one of the campsite’s WiFi spots and lay down the yoga mat.

This slideshow requires JavaScript.

After about 30 minutes online-yoga session, I add some handstand kick-ups as a direct consequence from the Scala dei Turchi, aiming to pimp future tourist pictures. The rest of the day is a mixture of meals (breakfast, lunch, afternoon snack, dinner and a bit in between) and sun-vs-sea.

2019_06_03_A8

Place to be: my Bay

With so much relaxation, I could do with some company. Lucky me that I am down at the “base level area” of camping Sanfilippo, with rough ground instead of neat gravel and with hippie travellers instead of RV campers. A chat here, a warm welcome there, motorbike talks with young tent campers and quiet evenings – so far, so good. The only thorn in my flesh is the driver of a white VW van who stays next to my Hector with two young sons. He is so much of a lookalike to “my bartender” (a dear friend for years) that I wonder what to do first: a) Order a cocktail or b) Give him a kiss? I try do play it decent and invite him over to a glass of wine for my last evening. It is around 11 PM when I realize that most probably he will not show up anymore. Anyway, at this point the wine bottle has not much left to offer…

2019_06_11_B9

Then the next morning…

The next morning, I feel awkward. For about 30 minutes. Then I pick up my regular yoga routine, ending it on the beach today with some last handstand trials. Having exercised the kick-ups for a mere three days, it comes as a nice surprise (even for me) when I manage to get up easily and stand straight upside-down for 2-3 seconds before falling over light as a feather. How cool!! I jump around, all excited, find somebody to take a video from the sensation, and grin widely at the world.

Cefalu_T

Tadaaah! That’s where I get after 3 Days of Training

Minutes later, I find a confirmation mail on my smartphone, telling me that I successfully applied for two reserved tables at the Wiesn (“Oktoberfest”). All out of a sudden it becomes obvious: That Karlsuhe-daddy-guy with his hilarious, brand-new VW car (ever heard of Diesel-Skandal, how dare you still drive that one?!), he will certainly rack his brain for days and years, wondering why he has let it slip away, that great opportunity of good wine in best company. A girl with 2 Wiesn-tables and the skills for a neat handstand – is there anything more you could ever ask for? Yeah, see!

All in a good mood now, I pack my belongings and get Hector ready to go, while every now and then people come by for last greetings, a warm good-bye or help with renitent marquee pegs . With a light sigh I leave my wonderful bay behind…

2019_06_11_A2

So long and thanks for all the Fish

>> Next Destination

Frankreich August 2014: Resumée

Eine Woche Urlaub, verlängert um 2-3 Extratage – damit muss sich doch was anfangen lassen! Es ist Ende August und ich will an’s Meer. Am liebsten in die Normandie und Bretagne, wo Kultur und raue See und grüne Wiesen und Erholung und windige Sonne warten. Die Verlockung ist groß genug, die relativ lange Strecke von 1.300 km in Angriff zu nehmen und so fährt Hector zwei Tage lang haken-schlagend nach Westen.

FranAugRoute1Einmal dort angekommen zeigt sich, dass die Bewohner im nordwestlichen Teil Frankreichs viel entspannter und freundlicher sind als die südlichen Mittelmeer-Beaus. Dazu kommt, dass die Gegend den Charme süd-englischer Cottages à la Rosamunde Pilcher versprüht, also eigentlich beste Bedingungen für acht Tage Urlaub. Wäre da nicht Hectors unbezwingbarer Wille, der Sonne zu folgen. Da kann man noch so oft „Granville“ in das Navi eingeben, wenn es dort Hunde und Katzen regnet, richtet sich der Kühlergrill stoisch gen Süden aus.

FranAug_5i

Urlaub als Vision: So soll das aussehen! sagt Hector

Zum Glück bleibt vorher noch ein Tag mit mildem Spätsommerwetter, um den weltberühmten Mont Saint-Michel zu besichtigen. Er ist alles auf einmal: eine kleine Insel, eine Festung, eine Kathedrale, ein Dorf, ein Touristenmagnet, ein Wildwuchs architektonischer Details, ein Hingucker und neben all dem auch noch die exakte Grenze zwischen Normandie und Bretagne.

FranAugRoute2aNantes habe ich nur auf der Durchreise gesehen, es soll sich jedoch lohnen (Christine kennt sich dort mittlerweile deutlich besser aus). Hector und mich hat es dagegen in das Charente-Maritime verschlagen: eine eher wenig bekannte Urlaubsregion, die vorwiegend von der französischen Unterschicht (erkennbar am unglaublich schlecht erzogenen Nachwuchs) und freundlichen Briten genutzt wird.

FranAug_2d

Rund um Royan gibt es wenige Highlights: den mitten im Meer stehenden und ältesten Leuchtturm des Landes Phare de Cordouan und das Estuarium als rundum-Info-Zentrum an der Gironde-Mündung. Daneben kann man noch auf ein paar Bunker-Ruinen herumklettern und den Hochseilgarten erklimmen, aber dann bleibt neben einer Radtour und endlosen Strandwanderungen wirklich nichts mehr zu tun. Wenn man dann auch noch die kleine Kirche von St. Georges de Didonne gesehen hat und im Kontrast dazu das modern-scheußliche Gotteshaus von Royan, kommt fast schon Langeweile auf. Schließlich kann man nicht ewig das Hinterland erkunden oder Austern sammeln und auch die angebotenen Bootstouren und Wanderwege werden bestimmt nach ein paar Wochen langweilig.

FranAug_2f

Ein typischer französischer Wanderweg

Kurz, es ist die ideale Gegend, um eine volle Woche lang nichts zu tun.

Romanische Kirche in St.-Georges-de-Didonne

Romanische Kirche in St.-Georges-de-Didonne

Meist reise ich mehr als ich verweile, aber in diesem Urlaub ist meine innere Unruhe erstaunlich milde gestimmt. Nach der Anreise über Kehl und den Mont Saint-Michel genieße ich volle 7 Tage und Nächte lang Sommerwetter am Campingplatz Bois Soleil, bevor ich für den Rückweg von 1.333 km zwei Tage einplane und für dieses Jahr das Meer endgültig hinter mir lasse.

FranAug_2c

Der Trick ist, sich eine lange Etappe nicht vorzunehmen. Das kenne ich schon von früheren Motorradtouren, bei denen ich völlig unerwartet über tausend Kilometer lang stoisch nach Hause fuhr (meist passiert einem das auf dem Rückweg) und dann vor lauter Autobahn-Sitzhaltung kaum noch vom Triumph-Sattel herunter kam. Nun passiert es mit Hector: die Lieblings-CD läuft rauf und runter und im Random-Modus und langsam werde ich textfest. Das Wetter hält, so dass wir laut trällernd (ich) und gleichmäßig brummend (Hector) nach Osten fahren. Die Schlösser der Loire locken mit bekannten und unbekannten Sehenswürdigkeiten, aber das ist mir zu früh für einen Zwischenstopp. Die Champagne soll ja auch ganz nett sein, aber auch hier ergibt sich höchstens mal ein kurzer Halt zum Auftanken, bevor Heimweh oder Rückenwind uns weiter treiben. Für das Elsass hatte ich schon schöne Adressen herausgesucht, um lecker zu Abend zu essen und dann auf dem dazugehörigen Parkplatz zu übernachten, aber fünf Uhr nachmittags ist eindeutig zu früh und Hunger habe ich gerade auch nicht. Hinter der Grenze tanke ich in Karlsruhe und überlege, einen ehemaligen Bekannten anzurufen zwecks Treffen + Übernachtung. Ach, ewig nichts mehr gehört, ich weiß nicht… Inzwischen ist es dunkel geworden und ich bin nördlich des Allgäus unterwegs, jetzt lohnt sich Anhalten auch nicht mehr! Um 23:00 Uhr rollt Hector schnaufend aus und wir stehen vor unserem Zuhause.

FranAugRoute3

Der zweite geplante „Fahrtag“ wird genutzt, um Hector abzuspecken: die Saison 2014 ist bald vorüber und den Winter über lagert ein Großteil des Zubehörs in den heimischen 4 Wänden, wo es trocken und warm ist.

Ein wenig wehmütig wische ich etwas Reisestaub von der Karosserie und freue mich jetzt schon: So wie die Wolken über den Himmel ziehen, ziehen auch wir bald wieder durch die Welt…

FranAug_2aa