Inner Beauty – Wahre Schönheit kommt von innen

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The new, fantastic, most comfortable and beautiful inner Hector!

Hector has just reached his grown-up age. With 85.000 km and 13 years old, he is like a young man, keen to see the world and full of power (130 PS). And, like many young men, his taste for fashion comes with room for improvement.

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Hector’s Look when we met

With some positive financial coincidence, 2018 becomes the “Depeche Mode” year in the very best and literal sense. Imagine Hector running down the roads with something more decent than the baby-blue-grey-stripe design that was fancy way back in the 80ies.

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The Couch before the Make-Over

The scope comprises the look as well as the core of my couch: I never use the “Dinette” as a 2-banks-1-table-combination. Deep down in my heart, I am a veritable couch-potato and consequently, I spread all available cushions over the surface of benches and table, all for my lounge sofa. Not only that there is always at least one cushion missing for full couch comfort, they are all worn out and bring your buttocks in touch with the wooden subfont of the banks.

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Work in Progress

First step is writing an e-mail to 2 different companies. The responses have been clear and “G+S Polstermacher” wins nearly unchallenged. The second step is even better: go on a trip and test your current equipment thoroughly. Thus, during the France holidays, I figured out how I see my couch-bed-perfect furniture in the future and challenged it with Linda.

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Now it is late October and the famous city of Enkenbach-Alsenborn welcomes Hector and me. Already during first coffee, I find an apple-green tissue that would juice up Hector’s interior. Ha, and I feared that I might not find fitting colours easily!

Minutes later, I learn that the drape tissues I have in hand are not meant for seats and sofas, so I start all over again. Perhaps something red? Or something borrowed, something blue??

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Choices

We start with the forms and at least this part is easy: stronger cushions all over. A rounder shape in the back rest of the couch. Two sizes for the inner couch part, offering a slightly bigger piece for the bed function. In total, I need 2 more pieces than Adria had offered at Hector’s birth 13 years ago. The guys here immediately see what I need, and later that same morning, I am invited to test the new couch on the raw cushions.

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Form Follows Function: Highly Comfortable

In the end, all forms and colours are defined and I head off. My van looks a bit naked and I am positive that there is something strange with the front part of my Ducato, but that is no wonder given that I left the passenger seat behind.

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Meanwhile I wonder why the upper half of the door does not need insulation…

Now I can think it all over and over until I the Grande Finale which is set up for the third working day of the make-over project. I wonder why I did not choose patterns for the cushions? They are supposed to camouflage any spot or stain, but no, I went for solid-coloured tissues instead. Will the quantity of the perforated Alcantara tissue suffice for all pieces? Will the couch be too dark / too monochrome / too straight? Why not go for a funny 70ies style van and ignore other aesthetics??

All in all, it takes 3,5 Polstermacher employees and almost 3 days. In the afternoon of the third day, Hector presents his updated inner qualities in the most decent way: Dark anthracite meets light grey, perforated Alcantara meets Microfibre and luxury cushions meet the couch’s multiple functions.

I am more than happy: now Hector’s look meets my style and I hardly can wait for our next trip!

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What a Contrast compared to the old Look

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P.S.: About costs? Pretty fair: The entire makeover with all new cushions + both front seats + bed-enlargement (upstairs) + 2 covers on the door and in the back of the couch = 2.090,- €. Spread over upcoming years and trips full of happiness, it is well balanced 😊

 

Hectors innere Werte

Winter

Ist es ein Schneeball? Ist es ein Alpengipfel? Nein, es ist Superhector in seinem Winteroutfit „Rollendes Iglu“

Ich muss im Winter nicht campen. Aber schön zu wissen, dass ich es könnte: dank Gasheizung und beheizten Wassertanks ist es zumindest theoretisch möglich. Praktisch ist das jedoch nicht, aber darum geht es hier gar nicht. Sondern um die Basics.

HectorAquarellFest steht: Hector ist der Größte, vor allem von innen. Auf nur 5,60 m Länge bietet er zwei Zimmer, Küche, Bad. Der Trick dazu ist die Höhe: Hector hat als kleines Bus-chen häufig im Regen gespielt und ist dadurch rund 35cm höher gewachsen als die meisten seiner Artgenossen. Und so verbirgt sich oberhalb der 2m Stehhöhe ein Hubbett, das nachts auch großgewachsenen Menschen sternenbeschienenen Schlafkomfort bietet. Immer begleitet von der Frage, ob die maximal zulässigen 150 kg inklusive oder exklusive Lattenrost & Kaltschaummatratze gelten…

WohnzimmerEine Etage tiefer bietet das Wohn-/Esszimmer eine vollwertige Dinette (Tisch + 2 Sitzbänke), die dank Bankverbreiterung ein zweites Doppelbett auf 1,80m x 1,30m oder ein Loungesofa hervorzaubert.

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Bett unten

Oder zwei ausgewachsene Mountainbikes aufnimmt (Tisch umdrehen) oder den Getränkevorrat beherbergt oder sperriges Gepäck oder weitere Funktionen, die ich noch gar nicht entdeckt habe. Das Ganze gekrönt vom Weinregal, das seitlich die hintere Sitzbank schmückt.

Heck

Blick in’s Heck: hinten rechts versteckt sich das Bad

Das Bad im Heck bietet alles, was man braucht, auch wenn die Dusche eher theoretisch vorhanden ist. Macht nichts, dank Fenster und Außen-Halterung (unbedingt kaufen für Saison 2015!) lässt sich der Wasserspaß bei „wilden“ Standorten nach draußen verlegen. Das winzige Bad ist übrigens die einzige Komfort-Einbuße gegenüber doppelt so großen Luxuslinern, die mir bisher aufgefallen ist. Andererseits: Luxusliner stehen eh nur auf luxuriösen Campingplätzen mit luxuriös gekachelten Waschhäusern, also büßen die Monstergefährte ihren Vorteil gleich wieder ein, ätsch.

StaufachDie Winkel-Küche hat erstaunlich viel Platz, der Kühlschrank samt Eisfach ebenso und der Kleiderschrank hat seit meinem Eigen-Umbau genug Potenzial für 3-Wochen-Klamotten-für-zwei. Zumindest, solange im Dielenschrank auch noch ein bissl Platz für Jacken, Pullis und Krimskrams bleibt, aber dafür ist der Dielenschrank ja schließlich da. Und wird durch die Bibliothek (Plan 2015!) im Platzangebot auch nicht dezimiert. Weitere Staufächer verstecken sich in der vorderen Sitzbank, im Küchenboden und in der Badezimmer-Rückwand, und natürlich hat auch die Küche noch einige Schränke und das Beste aller Vorratsfächer zu bieten. Letzteres wird bequem von der Hecktür aus befüllt und steht dank Zugriff von oben (Ausschnitt / Deckel in der Arbeitsfläche) im Innenraum genauso gut zur Verfügung.

VorratKücheTheoretisch ließe sich auf die Hinterachsen-Verstärkung und Anhängerkupplung ein Motorrad-Ständer anbauen. Aber erstens habe ich Vorurteile gegenüber Motorradfahrern, die nicht die gesamte Distanz zweirädrig überwinden, und zweitens waren die Triumph-Zeiten zwar eine glorreiche Ära, sind aber nun vorbei. Stattdessen ist nun mindestens ein Fahrrad an Bord (passt in den Innenraum oder in’s Bad) und die Lust auf Bewegung hat sich gewandelt: Yogamatte statt Lederkombi lautet die Devise.

HectorAussen1Auch wenn neuere Ducato-Modelle schicker sein mögen, Hector hat als 2005er-Baujahr einen Riesenvorteil: er ist robust. Technischer Schnickschnack hält sich vornehm zurück, hier arbeiten noch Nockenwelle, 5-Gang-Getriebe, Schweißnähte und Zahnriemen hörbar mechanisch miteinander. Für die Vermessung der Außentemperatur streckt man die Hand aus dem Fenster und der Durchschnittsverbrauch wird durch Kopfrechnen ermittelt. Immerhin hat Hector die Vollausstattung abgekommen, also 2 Airbags, ausfahrbahre Trittstufe und elektrische Fensterheber. Wann immer ich in einen Engpass geraten sollte: jeder Handwerker in ganz Süd-Mitteleuropa wird mir souverän helfen können (und parkt mir das Gefährt auch gern rückwärts in einen besonders engen Parkplatz ein). Längere Distanzen schnurrt der Motor nur so runter und die Inspektion mitsamt Ölwechsel ist so günstig, dass sie sich auch ein Kleinbetrieb im Mindestlohnumfeld leisten kann.

Kurz: Ich habe den tollsten Bus der Welt und blicke freudig jeder neuen Straße entgegen!

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Aufbruchstimmung

…Hector strahlt vor lauter Urlaubsvorfreude, aber vielleicht hat er einfach nur extra-gute Laune seit der Wasserschlacht  mit den Jungs von der Waschanlage.

Aufbruchstimmung

Das erste mal werde ich den Innenraum teilen, was für Schrankfächer und Betten gleichermaßen gilt. Das Probeliegen auf dem unteren Bett (= der umgebauten Sitzgruppe) zeigt, dass die Wölbung der Rücklehnen, die in Bettfunktion als Polstermatratze Verwendung finden, keine optische Täuschung ist. Trotz der  leicht unebenen Fläche sollte es aber schlaftauglich sein, im Zweifel wird noch eine Zusatzdecke darüber geworfen. Die maximale Länge geht in Ordnung, vor allem, wenn man die Verbreiterung der vorderen Sitzbank dazu nimmt, so dass eine einzelne Person meiner Statur entweder gerade so gerade längs liegen kann, oder auch leicht diagonal noch etwas Länge hinzugewonnen wird.

Der Stauraum bietet mehr und mehr und mehr als ursprünglich gedacht: Sämtliche Urlaubsklamotten finden Platz in 2 der 4 Schrankfächer + einem der Fächer im Dielenschrank. Die Schuhe, Handtücher, Zusatzdecken, Sofakissen und das Schaffell (vormals im Dielenschrank gelagert) lassen sich locker woanders unterbringen: Besonders das  Bodenstaufach vor der Küche ist sehr ergiebig, so dass dort neben diversem Camping-Zubehör (Stromanschlusskabel, Gummihammer, Spannseile, Werkzeug) auch noch 5 Paar Schuhe und einige der Vorräte Platz finden. Letzteres bietet sich doppelt an, weil der Schwerpunkt tief liegt und das Fach auch bei 30° Außentemperatur angenehm kühl bleibt. Das Verstauen des Klapprads klappt mit jedem Versuch besser, auch wenn das Gewicht von 14 kg nur im Durchschnitt stimmt. Bei praktischer Handhabung ist der Wert recht ungleich verteilt: beim Radeln wiegt es fast nichts (0,5 kg). Trägt man es “am Stück” durch die Gegend, ist es ein Leichtgewicht (gefühlte 5-6 kg). Klappt man es zusammen und verpackt es in der Packtasche, steigt das Gewicht ab dem zweiten Meter sprunghaft auf rd. 25 kg.

Trotz allem Input sieht der Bus nach wie vor auffallend schlank aus, fast leer sogar auf den ersten Blick. Nachdem ich mich versichert habe, dass es nur die eine Schiebetür gibt (und nicht alles auf der anderen Seite wieder herauspurzelt, was man hinein wirft), nehme ich nun an, dass Hector grundsätzlich den Bauch einzieht, wenn jemand hinguckt. Schön, wenn Fahrer und Fahrzeug so gut zusammen passen!

Umbaumaßnahmen oder: Trifft eine Blondine eine Bohrmaschine…

Ein Campingbus ist mehr als die Summe aller Teile: er ist Zuhause-unterwegs, Verwöhnaroma und praktisches Reiseaccessoire in einem. Unmittelbar nach dem Kauf geht es los mit kleineren und größeren Veränderungen und Umbaumaßnahmen.

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Als erstes fliegt der Fernseher raus – wenn ich erst einmal anfange, im Urlaub vor dem TV zu hängen, ist es mit guter Literatur, Reisebekanntschaften und entspannter Einsamkeit schnell vorbei. Die SAT-Antenne auf dem Dach bleibt erhalten, weil ich auf zukünftige Überwachungs-Aufträge der N*S*A spekuliere und zudem der Rückbau der Elektrik eher dem Kurzschluss der Borbatterie als der Problemlösung dient.

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Nächste Baustelle ist der Stauraum: die zierlichen Möbel bieten viel Bewegungsfreiheit, die Vielzahl kleiner Fächer mit noch kleineren Türchen erinnert dabei jedoch entfernt an einen Adventskalender. Und mittendrin: wer braucht schon einen Kleiderschrank mit 7cm-Kleiderstange (Länge, nicht Durchmesser) beim Camping? Es hilft der Griff zum Telefon, um von handwerklich begabten Freunden genaueste Instruktionen abzuholen. Anschließend den netten Herrn in der Baumarkt-Holzabteilung becircen und schon geht’s los: Ausmessen, vorbohren, zugeschnittene Leisten anbringen, passend zugeschnittene Holzbretter auflegen, unpassend zugeschnittene Holzbretter verkanten, wieder rausfriemeln, neu ausmessen, neu vorbohren, passt immer noch nicht, Vorbohren ist für Anfänger, Leisten neu reinbohren, Schraubenkopf Nr. 1 zerstören, Schraube raushebeln, Leisten neu anbringen, Schraubenkopf Nr. 2 zerstören, Leisten endgültig anbringen, Bretter auflegen und fertig ist der perfekt unterteilte Schrank:

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Nein, das schiefe Brett ist keine optische Täuschung – der Bus stand schief.

Es ist schier unglaublich, was man mit einem einfachen Akkuschrauber alles anrichten kann…

Ebenfalls umgebaut wird das Staufach im Heck unter der Küchenarbeitsplatte (wer braucht schon Mülleimer an Bord??), das fortan als Vorratsschrank dient. Dann noch den Deckel der Sitzbank umbauen, um zukünftig die Holzsplitter-Zerstreuung je Öffnen/Schließen-Vorgang zu minimieren, und schon passt der gesamte Haushalt bequem in den Bus. Inzwischen hat der Holzbohrer sich zum Hohlbohrer gewandelt und sich mittig halbiert, also werden die letzten Schrauben ohne das pingelige Vorbohren in den Holzleisten versenkt. Die Überstände der “versenkten” Schrauben werden anschließend mit selbstklebendem Fenster-Dichtband gegen Klappergeräusche präpariert.

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Handwerklich begabte Blondinen erkennt man daran, dass sie nur dort Dinge schief montieren, wo es nicht auffällt.

Für den Transport von Einkäufen, Taschen, Koffern und weiterem Zeugs wird das Badezimmer um einen Antirutsch-Teppich ergänzt: Die Dame des Hauses gönnt sich einen großen Strauß Blumen, um mit dem dazugehörigen Blumenpapier den Grundriss des mobilen Badezimmers auszumessen. Die Proportionen gehen recht gut aus dem 1:1-Grundriss hervor:

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Als nächstes Vorlage auf Teppichrest legen, Cutter anspitzen, zuschneiden und reinlegen, fertig ist der 2,20m-hohe Abstell-Kofferraum mit Außendusche und integriertem Gäste-WC.

Der Spießer in mir startet derweil richtig durch: die scheußlichen original-Vorhänge werden durch neue ersetzt, die Fenster erhalten sanft wehende Gardinen und im Heck verstecken sich Vorzeltteppich, Kehrbesen und Staubsauger.

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Gemütlich wird das Ganze durch den Umbau der Sitzgruppe (s. Bild oben: vorher) zum Lounge-Sofa mit Beistelltisch (nachher): hierfür den Tisch auf halbe Höhe einhängen, Polster auf ¾ der Fläche verteilen, Sofaüberwurf drüber und Polster und Kissen rundum drapieren  Voilà, schon lädt das rollende Mobil dazu ein, nach der anstrengenden Bike-Tour die Füße hochzulegen und mit der rechten Hand lässig nach den Beständen des Weinregals zu angeln.

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