
Das Landesinnere bietet zwar viel Schönes, aber mich ziehen die äußeren Ränder magisch an. Dort, wo das Land schroff ins Meer fällt, wo Wind tost und der Horizont spektakulär die Sonne verschluckt, dort entsteht ein ganz eigener Zauber. Zumindest war das so an der Pointe du Raz und an den südwestlichen Küsten Großbritanniens.
Based on my experiences in Bretagne and Southern UK, rough landmarks like Pointe du Raz use to have their own, intrinsic charm. Where contrasting elements meet sunset, a magical mood comes up and empowers the whole area. Now, let’s see how the western end of Galicia competes to this expectation.


Heute steht der westliche Ausläufer Galiziens an, das Kap Fisterra. Wenn es hier richtig toll ist, bleiben Hector und ich vielleicht über Nacht – der Stellplatz steht schon mal herausragend auf der Landzunge, mitten im kräftigen Wind.
Kap Fisterra might blend in to my favourite edge-points, at least I hope for it. It starts well with the exposed (legal) camper parking with full view (and winds).

Vom Parkplatz aus überwinde ich eine kleine Anhöhe und begegne dem übrigen Tourismus.
Romantic views of the headland come to an end as soon as the tourist busses get in sight.

Die raue Landschaft ist durchsetzt mit Reisebussen und Touristenständen. Immerhin: das Leuchtturm-Gebäude hat etwas Erhabenes, allerdings verliert sich der Effekt durch die überlagernden Klänge des Dudelsack-Spielers und des Mantra-Verkäufers mit seinem Didgeridoo.
The view to the last section of land (and sea) is blocked by the lighthouse-building. Not majestic, but solid in a positive way, it might fit in a certain atmosphere if not for the bagpipes and didgeridoo entertainers. I am aware that I am a tourist myself, and yet I prefer it a bit more decent.


Irgendwie ist das hier mehr Sammelsurium als Endstation. Die Gebäude seltsam, und die Pilger-Touristen auch irgendwie verpeilt.
Perhaps I should have come here in the evening only… However, I am almost sure that this is none of “my” magical places. Even the pilgrims look rather dazed than enlivened.



Zudem wird der “end of the world”-Effekt durch die nahe Küstenlinie der nächsten Ría zunichte gemacht. Das Meer ist zu glatt, die Landspitze zu wenig exponiert, und der Himmel zu wolkig.
Last but not least, the sensation of a remote “end of the world” point gets eaten up by the near coastline of the next bay.

Trotzdem hätte ich es nicht missen wollen – so ein Kap muss schließlich erkundet werden. Nur, wenn das schon alle anderen machen, kann ich auch wieder gehen. Natürlich nicht, ohne vorher ein Beweisbild zu machen.
Even though I consider it not worth for the night, I am happy to have come here. I rather go and check out myself what famous landmarks are about – mostly, it pays off.

Sobald der Entschluss steht, ein anderes Ziel für den Abend und die Nacht zu suchen, reißt der Himmel auf und lässt die Farben leuchten. Schon cool, wenn das Universum promptes Feedback liefert.
As soon as I decide to move on, the sun breaks through the clouds, confirming my decision like a lovingly smile. I greet back (thanks, Universe), take some last colourful pictures, and off we go.

2 responses to “Kap Fisterra: Rough Beauty or Frivolous?”
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Wie so vieles in Nordspanien: soweit ganz fein, kann nur nicht mir Frankreich mithalten ;-)
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Ein sehr schönes Stimmungsbild …
Grüße,
Werner
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