

Der Weg Richtung Santander führt an Somo vorbei. Ein weißer Fleck auf der Reisekarte meines Reiseführers, aber um drei Ecken empfohlen, das kann man ja mal ausprobieren. Nach den Bilbao-Besichtigungstagen steht mir der Sinn nach einem ruhigen Ort am Meer – und ruhig ist es hier.
Approaching Santander brings me to Somo: recommended by friends from friends, never heard of it, but: why not? After intense days at Bilbao, I aim for a quiet spot at the sea.

Zunächst regnet es tageweise (Zeitachse) und eimerweise (Mengen-Achse). Kein Wunder, dass außer mir nur zwei bis drei weitere Camper herumstehen. Auch die zahlreichen Dauercamper-Häuschen sind weitgehend unbewohnt. Dank meines gut gefüllten Bücherregals bekomme ich davon wenig mit. Die Heizung läuft, mir geht’s kuschlig.
During rainy days, the campsite is mostly devasted. Fine by me, as all I need is my couch, good books and the luxury of tranquillity. Yet, it is remarkable how often I wear merino-clothing and use Hectors heating…

Plötzlich ein Tag mit viel Sonne und netten Begegnungen. Mein Camp-Nachbar erklärt mir den Wellenverlauf der Bucht, und wenig später werfe ich mein Bord ins Meer. Nach dem desaströsen Versuch in Zarautz fange ich klein an: wadentiefes Wasser, zarte Gischt – und prompt stellen sich erste Erfolge ein.
Entirely unpredicted, yet very welcome is a full day of cloud-speckled sun and good surf conditions. My friendly camp-neighbour shares his knowledge with me, and soon enough, I ghrough my board in the water. With the throw-back experience of Zarautz lately, I take care to build it up from a very low level this time.

Herrlich, wie sauber und kalkulierbar hier die Wellen reinkommen! Diese Bucht merke ich mir für zukünftige Surf-Tage. Zum Glück waren die guten Konditionen nicht angesagt, so dass es über das lange Wochenende total leer bleibt und ich den riesigen Strand oft ganz für mich habe.
What a joy success my bring! I continue from shallow water to knee-deep, all for positive results and solid routine. An hour later, I feel like a happy surfer again.

Allerdings ist Somo zur Vorsaison ein ziemlich verschlafener Ort. Die Surfbar am Strand ist ganz nett, aber nach 30 Minuten hat man alles Sehenswerte in dem Ort gesehen, jedes geschlossene Restaurant erkundet und keine weiteren Highlights entdeckt. Zeit, nach Santander weiterzuziehen.
Due to the limited attraction of low-season activities in the village of Somo, I decide to keep to my plans for Santander. So far, it seems wise to transfer my camp base.

Es folgt die typische Internet-Falle: Camping Cabo Mayor scheint super gelegen, toll ausgestattet und vielversprechend. Vor Ort entpuppt er sich als lieblos, überreguliert und unpraktisch. Null von vier möglichen Ukulele-Saiten, um das naheliegendste Bewertungskriterium zu bemühen. Ohne es zu ahnen, läute ich hiermit busy-sightseeing-Tage ein – doch dazu später mehr…
Leaving Somo behind, I get settled at campsite Cabo Mayor, Santander. What has looked pretty nice online is slightly different on-site: Starting with the reception guy that dislikes tourists, the pattern continues with low-key maintenance and an overload of bans in the campsite’s ruleset. Consequently, I will focus on way too intense sightseeing – yet, it will become obvious only retrospectively…


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