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Preparation is Key Für entspannte Wandertage gilt: G’scheite Bergtouren gibt es auch im niedrigen Bereich. Also unter 3.000m Höhe. Heute werden uns bescheidene 2.962m reichen, um mitten in den Wolken weit über den Dingen zu stehen.
When combining relaxed hiking with serious mountain tours, you may as well be fine in lower regions. Hence, we agree to stay below 3.000m when heading for the Top of Germany (2.962m).

sic! Als erstes hat Hector seinen großen Auftritt, wer braucht schon Luxus wenn er campen kann! Nachdem am Vorabend alle Gipfel hinter dicken Wolken verborgen waren, lässt am Aufstiegstag die Sonne unser Ziel erstrahlen.
Before the hiking dream team gets into motion, Hector is star of the scene. Camping is beyond luxury when stumbling out of bed and first thing you see is the Zugspitz summit, rosé-golden in the early morning sun.

so nah und doch (noch) so fern… Zweiter Baustein ist die beste aller Touren, die Jack aufgetan hat: Wir kürzen ein Quäntchen Höhenmeter ab und nutzen die Zahnradbahn bis Ausstieg Riffelriss. Anstatt links hoch zur Riffelspitze (auch sehr empfehlenswert) gehen wir rechts bergab, geradewegs rüber nach Österreich.
Next splendid part of the team is Jack, digging out a rare variation of the regular Zugspitz-hikes. Smart detail of it is the starting point Riffelriss, saving us a minimum of 200m altitude difference and, even better, rewarding us with charming paths and peaceful loneliness.

Ambitious Morning Mood Während der ersten Stunde sind wir komplett allein. Und was für eine schöne Strecke wir haben! Schmale Pfade durch lichten Wald, Geröllfelder und schmale Steige, die sich an die steilen Bergflanken schmiegen. Höhenängstliche gehen manche Passagen womöglich mit weniger Vergnügen, und doch ist der Weg ganz wunderbar.
The track leads through light forests, contains views towards Eibsee, passes gravel fields and clings tight to the steep, rocky flanks. It might be too much of the sheer mountain massif for people with vertigo difficulties, for all others it is splendid.

Magic Forest 
Crossing the Green Border 
On our Way 
Jack the Hiker Als wir quer durch den Seilbahnträger der Tiroler Zugspitzbahn gehen, beginne ich zu zweifeln: Sollten wir nicht langsam die Wiener Neustädter Hütte erreichen? Es ist mehr als zwei Stunden her, dass wir am Riffelriss gestartet sind, und ich mache mir natürlich Sorgen: Wann bekomme ich größeren Hunger? Wird dann eine Hütte in der Nähe sein? Und erreichen wir die letzte Gondel für den Rückweg?

Walk the Wall 
Walk the Pillar Heimlich bin ich natürlich auf alles vorbereitet: Mehr Wasser + Brotzeiten, als ich den Tag über brauchen werde. Dazu der Klettergurt und ein Sicherungshaken am kurzen Seil, falls es doch kritischer wird als gedacht. Regensachen, 2 Merino-Schichten und 2 Rettungsdecken. Das verrate ich meinem Wanderbuddy natürlich nicht, ich will ja nicht als Bedenkenträger gelten.
Jack genießet derweil tiefenentspannt den Ausblick auf die Seilbahn und dreht gelegentlich ein Video, er hat alle Zeit der Welt. Gut, dass sich unsere Eigenschaften vortrefflich ergänzen.

Fitness meets Comfort When passing through the pillar of the Tiroler Zugspitzbahn, I wonder: will we ever reach the Wiener Neustädter Hütte, let alone the summit? What about when I get hungry along the way, what about timing, weather and catching the gondola for the descent??

Distracting Views Secretely, I am all but prepared. My backpack hides the light components of the via ferrata harness, pounds of bread and cheese, 3 liters of water and 2 space blankets. Just in case…
Jack, meanwhile, is totally relaxed. He takes a picture here and a video there, not worried about fitness or duration or anything. Good to know that we are contrasting in the very best way.

Nice Way Kurz darauf macht der Weg eine 270°-Kehre um den Felsvorsprung und da sind wir: an der W.N. = der Wiener Neustädter Hütte. Urig von außen, bier-fahnig nah am Wirt und olfaktorisch grenzwertig am Plumpsklo. Mit Würstchen-Suppe und Kaffee in der Sonne ist es der perfekte Zwischenstop – zumal wir nur 2,5h bis hierher gebraucht haben. Bei allem Herumschlendern liegen wir genau im Wunsch-Zeitfenster.
Minutes later, the path takes a 270° turn and the Wiener Neustädter Hütte pops out of the massif. With a light meal for lunch and a cup of coffee, I am good to go and outpace all others.

Half Way up: Wiener Neustädter Hütte Kaum ist der Kaffee alle, schon werde ich unruhig. Ich will los und zwar sofort, bevor alle anderen in den Stöpselzieher einsteigen. Wer will schon sympathische, aber langsamere Menschen vor sich im Klettersteig haben?!
Wir packen zusammen und queren das Schuttfeld, dass einst ein 365-Tage-Schneefeld war. Im September 2022 ist von Altschnee keine Spur, und 15 Minuten später starten wir behelmt in den Korkenzieher-ähnlichen Steig.

The Route A helmet is the minimum equipment for the via ferrata “Stopselzieher”. The mainly vertical passages of the next 600m altitude difference are not incredibly difficult, but when falling pebbles meet gravitation, you may be glad not to interfere with a blank head.

Inside Out 
Durch den Stopselzieher Der Durchstieg im ersten Teil der angelegten Route ist nicht schwierig, aber lustig und irgendwie besonders. Anschließend geht es vor allem bergauf, es folgt Eisentritt nach Eisentritt. Zum Glück sind die Jungen Wilden vor mir gut drauf und lassen mich vorbei. Seit Tagen schon bin ich nervös und hoffe inständig, dass ich den Aufstieg bis zum Gipfel schaffe, und das gelingt am ehesten im eigenen Berg-Rhythmus. Kann ja keiner ahnen, dass ich heute den Wandertag meines Lebens habe.

Everyone around us is as impressed as we are. The climb is fun, the sun shines down on us, and our lunch location seems pretty small down there. I realize once more that in climbing situations, I have more lust and energy. I barely remark the effort on my way up (for the time being, that is).

Vertical Ways Über die Frage, warum manche Passagen gesichert sind und andere nicht, haben schon unzählige Bergsteiger philosophiert. Wer sich in Klettersteigen nicht grundsätzlich wohl fühlt, wird im Stöpselzieher mit oder ohne Klettersteigset nicht glücklich werden.

unsecured parts 
Via Ferrata parts (secured) The range of secured and free passages lacks any kind of logic. Basically, you should be at ease with via ferrata tours, then it does not really matter if you use the snap hooks or continue free style.

Side Views 
Gaining Height by the Minute Die Entfernungen (Rückblick Hütte, Ausblick Gipfel) sind wie eingefroren, aber die Perspektive in der Horizontalen verschiebt sich enorm. Weit unten liegt die Wiener Neustädter, während die abgebrannte Station der alten Ehrwalder Seilbahn oberhalb unserer Köpfe erscheint und in greifbare Nähe rückt. Das Klettern hat nun leider ein Ende, stattdessen kündigt die gelbliche Färbung von rutschigem Untergrund.
The mixture of outlook and nature, climbing and hiking, mountain massif and ambitious hikers is fantastic. When meeting others, everybody chats about how lucky we are, having such a splendid day for this wonderful tour. It keeps the motivation up even in the upper range, where slippery gravel throws you back every now and then.

Abgesehen vom ewigen Kampf “Schutt vs. Gravitation” ist der Weg nicht schwierig. Allerdings haben wir jetzt schon 600 Hm Klettersteig und einiges an Zustieg hinter uns. Zum Glück ist das Wetter auf unserer Seite, also kein Grund zur Hetze.
Apart of the loose ground, the way is not seriously difficult. Still, we must have done around 1.000 – 1.200 m altitude difference by now, and my legs start to tell me about it.

Am Zugspitzgrat angekommen fällt der Blick auf das klägliche Überbleibsel des ehemaligen Schneeferner Gletschers. Ich frage mich, ob es im kommenden Jahr überhaupt noch Reste davon geben wird, der Klimawandel ist hier zum Greifen nah. Nach unserer Wanderung lese ich, dass der Südliche Schneeferner inzwischen nicht mehr als Gletscher gilt, was auf dem Bild unten erschreckend nachvollziehbar ist.
Eventually, I make it to the Zugspitzgrat. Looking down on the formerly huge Schneeferner Glacier is delusional: the climate change is within reach, evident in the piteous rest of grey, old snow.

Schneeferner Glacier – Leftovers Ich warte ein bisschen auf gute Gesellschaft und gehe dann doch langsam weiter. Inzwischen sind wir auf knapp unter 3.000m Höhe und nicht nur ich werde ruhiger und kurzatmig. Das letzte Stück bis zur Treppe und dann zum Gipfel sieht nach einem Katzensprung aus, bis zum Erreichen der Touristenplattform zieht es sich aber ganz schön hin. Um mich herum scheinen auch die übrigen Bergsteiger durch Wasser zu waten: die Bewegungen langsamer, die Atmung konzentriert.
Shortly before the aim, the air is thin and everybody seems to walk under water. Slow movements, concentrated breathing and less chatting mark the last section.

Thin Air makes me look Exhausted (Zugspitzgrad in full Beauty) Dann kommen die ersten Seilbahn-Ausflügler in Sicht und ich beiße mir auf die Zunge, um nicht jedem ein „Seht her, ich bin’s hochGELAUFEN!!!“ entgegen zu rufen.
Then, finally, I reach the stairs up to the touristic platform. It is hard to hold back, hard not to shout at everyone: “Look, here I am, WALKING it all up!!”.

Almost there Am Gipfelkreuz geht’s dann zu wie am Stachus unter Betrunkenen: Schwankende Menschen, die sich mit entgleisten Gesichtszügen an der Seilversicherung festklammern. Unpassendes Schuhwerk, Höhenangst, im-Weg-Rumstehen, seltsames Gebaren. Ich stelle mich auf ein etwas ausgesetztes Stück Fels am äußeren Rand und warte auf meinen Wanderbuddy. Ohne Jack wäre ich jetzt nicht hier, und auf gar keinen Fall verlasse ich das Gipfelkreuz ohne gemeinsames Foto!
I heard stories about stupid people, lost in the fear of heights, but still running for a picture on Germany’s highest peak. Fortunately, I am full of endorphins and joy, all practicing tolerance while standing on the edge of the cliff until Jack reaches our common destination.

On Top of the world (of Germany) Natürlich ist auch er kurz darauf angekommen – jeder in seinem Tempo, das war so ausgemacht. Zum Glück hat die Menschenkette am Gipfel-Weg schon die Botschaft übertragen, dass ich oben auf ihn warte. Muss lustig sein, wenn man an einem der Randpunkte (hier: dem vertikalen) des Landes von fremden Menschen angesprochen wird.
The constant queue on the last meters works like a grapevine: I tell one and one tells to another about the guy I wait for. Not before long, Jack gets amused when a total stranger talks to him, pointing out that there is somebody waiting for him at the golden cross.

Such Much Great! Am Ende ist alles easy: Das Klettersteigset und alle übrigen doppelten Böden blieben im Rucksack. Nur die warme Jacke, die hab ich ganz oben gebraucht, als die Wolken zuzogen und der Wind bissig wurde. Mit ausreichend Pufferzeit nehmen wir eine der Gondeln nach unten, zurück zu Hector und dem Eibsee.
After all, it has been a piece of cake. No, that is not true…
But it has been all easy: none of my rescue items have been needed. We reach one of the last gondolas easily. The weather was stable, we made it in time and we have something to remember – the full story behind our successful ascent to the Zugspitze!

Innerlich schwebe ich noch lange vor mich hin und zehre von dieser traumhaften Bergtour. Wer hätte gedacht, dass ich dieses Jahr mit viel Spontaneität und wenig Vorbereitung “mal eben” auf die Zugspitze gehe?
Geholfen hat, wie immer, eine Vision: Tage und Wochen sah ich Jack und mich am Gipfelkreuz jubeln – zuerst vor meinem geistigen Auge, später dann durch die Kameralinse.
I have taken the tour and the 1.400m for serious, the same is true for the sheer height of 2.962m. This being said and done, I might go for even more interesting tours in the future. For today, I am happy with the hike of the year and the story to tell.
1.450 m altit. difference 6-7 km < 5 h challenging -
Zu einer „gescheiten“ Bergtour gehören ordentlich Höhenmeter, ein bisschen Kraxelei und gute Gesellschaft, um über allen Dingen zu stehen.
It is about time for serious peak performance. With the highest peak of all (in Germany) as ultimate goal, I really should get prepared. Mentally, above all: knowing, or, at least, believing, that I can do it. Physical exercise comes as positive add-on, of course.

The Waterfall-Section Unser heutiger Weg von der Ammerwald-Alm links-herum zur Hochplatte erfüllt diese Vorgabe und geht noch darüber hinaus.
Die zahlreichen Wasserfälle, Bergbäche und Gumpen sind von Beginn an malerisch. Einige der Bach-Querungen bieten erste Balance-Übungen, sozusagen als Warm-Up für den weiteren Verlauf.
Today, I start with Gunther from Ammerwald-Alm, heading clock-wise for the Hochplatte. We balance smoothly at creek-crossings, instantly charmed by the alpine scenery of the tour.

Get the Balance Right Der Anstieg will und will nicht enden, aber eine Schar Gämse ermuntert uns, nicht aufzugeben.
The ascent seems endless, yet a flock of chamois encourages us on our way. After the waterfall-scenery of the lower parts, we now step into a setting of gravel and rocks. Before our return, we will pass by 4-5 different landscapes, underlining the outstanding character of this wonderful hike.

Keep goin’ Ab dem Roggentalsattel haben wir Weitblick in mehrere Richtungen. Während ich den Moment genieße, verschwende ich noch keinen Gedanken daran, dass dies erst der Auftakt der Wander-Highlights ist.
Next milestone is the Roggentalsattel with wide views in Southern and Northern direction. Still, this is just the warm-up for further highlights.

View from Roggentalsattel Das Fensterl als natürliche Durchreiche von einer Bergseite auf die andere öffnet den Blick in das Tal der Kenzenhütte.
Ten minutes later, we reach the Fensterl = a natural, rocky hatch with focus on the Kenzenhütte-valley.

Fensterl 
Break on through to the other Side Wir lassen diesen Bereich links liegen und folgen stattdessen dem Grat in Richtung Hochplatte. Kurz vor den wirklich interessanten Abschnitten begegnen uns einige Steinböcke. Völlig tiefen-entspannt liegen sie im Gras, gerade mal 10 Meter von uns entfernt. Was die wohl von Wandertouristen halten?
After a series of pictures (alpine meadows to the left, rocks and pebbles to the right, rows of peaks in the distance, best hikers right in front), we approach the ridge that leads to the Hochplatte-summit. All of a sudden, a Capricorn materializes at our side, hanging around just 10 meters away from us. The impressive ibex gang-leader ignores us, totally at ease with urban hikers in his front yard, while further members of his flock are spread over the mountain flank.

Relaxed Capricorn Von hier aus sehen wir schon das Gipfelkreuz der Hochplatte. Der Weg dorthin ist einfach zu finden: dem Grat folgen, einfach auf der höchsten Linie zwischen rechtem und linkem Tal entlang.
From here on, the route gets even better: we walk the line of the ridge, being on top of the world for the final passage.

What you see is what you get: the route, the ridge, the peak So kurz vor dem Ziel heizt mich meine Motivation zum Gipfel-Sprint an. Nachdem ich die letzten zwei Stunden hinter Gunther hergeschnauft bin, setze ich mich jetzt an die Spitze – und habe so die perfekte Perspektive, als er auf dem kleinen Vor-Gipfel steht und in die Welt blickt.
It is oh-so-me to accelerate in the last section, overtaking my mountain buddies and running for the peak. Hence, I am in best condition for an excellent photo of Gunther on one of the pre-summit rocks of the ridge.

Hiking the Alps Jetzt noch letzte Meter geradeaus, gelegentlich sogar auf einem Trampelpfad, ansonsten über Steine und Felsen…
Last meters straight on, on tiny paths or unmarked over cliff and crag…

Closer …und schon sind wir da. Das Kreuz scheint auf seinem Betonsockel frei in der Luft zu schweben; ein wunderbares Tagesziel!
…and there we go: my summit, my cross, my success! Now, finally, I feel prepared for the Zugspitze!

Über den Dingen stehen Das Wetter hält, von drohenden Gewittern keine Spur. Da wir am höchsten Punkt weit und breit sind, ist das auch gut so.
We are pleased with the weather: it ignores the thunderstorm prediction and rewards our effort with a sun-cloud-mixture.

Soak in the View Wir verlassen den Gipfel auf der entgegengesetzten Seite und steigen Richtung Ammerwald ab. Bevor wir los laufen, erhascht mein Blick am Horizont ein kleines Eckchen vom blau-schimmernden Plansee und vom Pfad, auf dem wir aufgestiegen sind.
We transcend the summit and head down towards Ammerwald. In the minute before the descent, my eyes catch a small corner of the shimmering blue water of the Plansee – another destination for another excursion, someday…

Looking back Wir begegnen noch ein paar Kühen am Weitalpjoch, bevor wir merklich an Höhe verlieren und uns langsam zum Ausgangspunkt zurückkämpfen.
We greet lazy cows at the Weitalpjoch and then lose height by the minute, all the way down to our starting point. This has been one of the most beautiful mountain tours ever – what a joy to have the Alps, to have hiking buddies and to be alive!

Lazy on a sunny afternoon… 1.000m altit. difference 10,6 km 5:15 h challenging -

Hauptsache: raus! Auch wenn der Weg durch die Aschauer Klamm nur wenige Höhenmeter überwindet, ist dieses „Toürchen“ ein weiterer Baustein auf dem Weg zur Zugspitz-Fitness.
Get outdoor, that’s what counts! Even a light-blue tour like the walk through the Aschauer Klamm is another portion on my way to my required fitness level (the funny idea of a walk towards Zugspitze).

Aschauer (Wild-)Bach Der Weg entlang des Wildbachs ist nur ansatzweise aufregend, vor allem aber sehr malerisch. Das gurgelnde Wasser, der milde Sommertag, alles passt zum Ausflugs-Idyll.
The path along the current is not the most exciting one, but beautiful in all aspects. It is an idyllic walk with a milky sun on top and clear water in the creek below.

In der Aschauer Klamm Wer bei größerer Hitze unterwegs ist, dürfte sich über die Gumpen freuen, die zum Baden einladen. Heute scheint die Sonne eher milchig durch eine Schicht Schleierwolken, so dass der Spaziergang rechts und links des Bachs kein Fresh-Up braucht.
Once summer heat strikes, there are many natural basins and enough ways to get a fresh-up in the Aschauer Wildbach.

Aschauer Klause Nach einer Stunde erreiche ich den Wendepunkt: die Aschauer Klause (unbewirtet). Früher wurde hier das Wasser aufgestaut und dann ein Wasserschwall bestückt mit Holzstämmen bachabwärts geschickt.
After a mere hour of a promenade, I reach today’s turning point. The wooden house “Aschauer Klause” has nothing to offer (but it’s existence), yet there are some inviting tables and benches around. Good enough for a snack despite the lack of fantastic views.

Heutzutage gibt es nicht mehr viel zu sehen, dafür aber Bänke und Tische, die zur mitgebrachten Brotzeit einladen. Die schindel-besetzte Brücke ist der höchste Punkt der Tour, von hier aus geht es (zunächst) auf dem gleichen Weg zurück durch die Klamm.
Ages ago, the shingle-faced walls cross the creek have used to enable a dammed wave of water for the transport of wood, all down with an artificial wave. Life must have been hard in rural Bavaria, when the stowage of a creek had been sort of appealing in the job lottery.

Traffic Jam Im unteren Teil bietet sich der Schlenker über den Haiderhof an, eine ehemalige Mühle, die an Wochenenden mit ihrer Wirtschaft Familien anlockt. Heute ist jedoch Montag, und anstelle von Wirtsleuten begegnet mir nur eine aufdringliche Schafherde.
Before I return to my car, I make a detour via the Haiderhof. Open for hungry guests on weekends, but all closed and deserted on a Monday. The encounter with a flock of intrusive sheep is not the company I had been looking for…

Schneller als erwartet bin ich zurück am Ausgangspunkt; die gesamte Tour (naja: naturnaher Spaziergang, wenn man sonst Gipfel gewohnt ist) hat weniger als zwei Stunden gedauert.
Sooner than expected, I get back to the starting point. The entire tour (promenade) took less than two hours.

Auf jeden Fall ist die Aschauer Klamm ein lohnenswertes Ziel für entspannte Bewegung in hübscher Natur. Es geht ein wenig auf und ab, die Wege sind einfach aber nicht langweilig, und wer mehr will sucht sich halt einen der umliegenden Berge aus.
Overall, the Aschauer Klamm is a nice destination for some outdoor activity of the soft kind. The landscape is charming while the effort is limited. For higher aims, the mountain peaks around the Berchtesgadener Land may be a good choice – still, a comfortable walk with a bit of altitude difference is just perfect along the creek.
250m altit. difference 7 km < 2h harmless -
…und dann kommt Jack Anfang August mit einer lustigen Idee an: Zugspitze! Top of Germany! Natürlich zu Fuß hoch. Er hat eine coole Variante aufgetan und wir überlegen, ob wir mit wenig Vorbereitung und viel Optimismus den Sommer 2022 dafür nutzen. Oder den Herbst.
Damit die Idee überhaupt eine Chance hat, sollten wir wohl trainieren. Jeder dann, wenn er gerade Zeit und Gelegenheit hat.
It is in the beginning of August that Jack comes up with a crazy idea: Zugspitze! Top of Germany! Walking up with a minimum of preparation, yet full of optimism.
In order to give it a bit of a chance, we should get up for some training. Each one of us whenever he or me find time and occasion for some uphill walks.

Local Hiking Pro: Oliver Also treffe ich Oliver aus Garmisch und wir wandern hoch zum Eckbauer. Kurz, knackig, und morgens bei Nebel menschenleer.
Consequently, I meet Oliver, best local hiking buddy from Garmisch. He suggests a short (partly: steep) tour towards Eckbauer.

Wir wandern durch das malerische Dörfchen Wamberg, in dem die Zeit stehen geblieben ist. Die Fotos könnten 30 Jahre alt sein oder auch 10 oder von heute – hier verändern sich Dinge nur langsam.
Passing by the few houses of Wamberg is like a time tunnel. It could be the 1980es or 2000 or today – impossible to tell from the look at the village.

Lately in Wamberg Wamberg ist kein Museumsdorf und auch nicht hoffnungslos überaltert. Vor wenigen Tagen erst erblickte der jüngste Einwohner das Licht der Welt und alle sind stolz und glücklich darüber.
We are delighted to see that this is not a museum of old, but counts at least some young inhabitants. I learn that just a few days ago, the newest part of the community has been born.

Welcoming the newest inhabitant Am Eckbauer ist noch nichts los. Da es, den Garmischern zufolge, ein ziemlicher Touri-Nepp-Laden sein soll, lassen wir ihn links liegen. Die Seilbahn ignorieren wir ebenfalls und machen uns lieber auf den Weg zur Kaischerschmarrn-Alm.
The Eckbauer guesthouse is still deserted, thanks to morning hours and mixed up weather. Following good Garmisch tradition, we leave it behind in common ignorance und head for the Kaiserschmarrn-Alm instead.

Eckbauer Für den Rückweg nutzen wir den Steg, der uns zur Partnachklamm bringt. Von oben betrachtet schlängelt sich die Partnach wie ein Silberband durch die Felsen, schmal und wild.
Our way down leads via the shortcut to the Partnachklamm. From above, the Partnach-creek looks like a small silver line, framed by cliffs and forest.

Partnachklamm Die Tour heute war ungewöhnlich: Kein Gipfelkreuz, wenig Aussicht und die Höhenmeter sind – verglichen mit der geplanten Zugspitz-Tour – ein Witz. Aber: Keine Anstrengung ist vergebens, und neben guten Gesprächen ging es doch mehr bergauf + bergab, als wir das in München hätten umsetzen können.
Today’s hike was pretty unusual: no summit cross, hardly mountain panorama, and hilariously few altitude difference (compared to the planned Zugspitz tour). Still, it is better to have good conversations with a bit of up- and downhill than couch-gravity in the city.
500m altit. difference few km < 2h very harmless 
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Letztes Jahr wollte ich diese Tour im Herbst gehen. Bei schönstem Sonnenwetter fuhr ich in München los und kam am weiß überzuckerten Spitzingsee an.
What was planned as autumn tour some months ago, will now turn into a real summer hike – finally!

Unforeseen Winter Hike – November 2021 Vom Start weg lief ich mit meinen Sommer-Wandersachen in die falsche Richtung, schön war’s dennoch. Die erste Hälfte der Tour lief einwandfrei, dann wurde der Schnee tiefer. Markierungen und erkennbare Wege ruhten unter flauschigem Neuschnee.
November 2021 caught me cold-handed when I started in mid autumn in Munich and arrived at Spitzingsee in early winter. Two hours later (back then), I realized that none of the hikers around knew the right way. Everybody had been stumbling around in knee-deep fresh snow, heading for all possible directions.

Nice, but… Während andere noch verbissen den Weg zum Jägerkamp suchten, kehrte ich aus reiner Vernunft heraus in der Schönfeldalm ein. Kaffee und Essen in der Sonne sowie der Blick über die verschneiten Berge erwiesen sich als beste Wahl – spätestens der Abstieg (der eigentlich Aufstieg sein sollte) wäre ohne Ortskenntnis, dafür mit Eis und Schnee, etwas riskant geworden.
Lieber hole ich die Wanderung im Sommer 2022 nach, diesmal in Begleitung von Jack und richtig herum.
Lucky me that I’ve got brains! After a while, then, I decided that a cup of coffee at the Schönfeldalm was far more attractive than a distant peak beyond reach. The smart decision of the past now leads to the next approach, accompanied by Jack and (this time) following all the right paths.

So much easier in summer! Auch wenn die Landschaft etwas kitschig ist, es ist doch eine sehr schöne Wanderung.
It turns out to be a nice summer hike – despite the over-the-top picturesque views (kitsch as kitsch can).

View on Schliersee Wir pirschen uns zunächst von Nordwesten an, vorbei an Almwiesen und Waldhängen.
The best way up comes over the North-West side, passing by alpine meadows and happy cows.

Oben angekommen folgen Gipfelkreuz, Gipfelfoto und Gipfelsemmel. Alles weitere ist entspanntes Herab-Hupfen bis zu den Almen rund um die Schönfeldhütte.
Of course, there is a full to do list for the summit: touch the peak’s cross (hiker’s luck), peak-picture and the joy of a homemade peak sandwich (Gipfelsemmel). From here on, the rest is all in the hands of gravity, bringing us down inch by inch.

Jägerkamp, finally Jetzt, da ich die Wanderung vollständig und in sinnvoller Sortierung kenne, bin ich erst recht froh um mein vernünftiges Ego. Welches mir erlaubt, auch mal umzukehren um ein andermal erneut Anlauf zu nehmen.
Als wir von der Schönfeldhütte die restliche Strecke bergab schlendern frage ich mich, ob es mir wohl dieses Jahr gelingt, zur ersten Schneewanderung das Winter-Equipment einzupacken – oder ob ich ein weiteres mal von der weißen Pracht überrascht werde.
Now, that I know the tour entirely and in perfect conditions, I am pretty proud that I had the guts to stop the winter’s trial a couple of months ago. When heading down the last altitude meters of the hike, I ask myself if I will manage to get my winter equipment on track, or if early snow will surprise me again this year…

Same same, but different:

620m altit. difference 8 km 3h 40min. harmless -

Jack und ich legen heute den Grundstein für unsere „most challenging project“, auch wenn uns das zu Beginn der Tour noch nicht klar ist. Ein sonniger Montag führt uns zum Iseler im schönen Allgäu und die erste Etappe ist sehr easy: rein in den Sessellift und ab nach oben.
Today will be the base for upcoming “most challenging projects”, despite our current lack of awareness of it. It seems to be nothing more (nor less) than a sunny Monday, when we head for the Iseler, Allgäu.

Summer Hike Es folgen 30 Minuten bergauf bis zum Einstieg des Klettersteigs. Die Sommersonne brennt vom Himmel und wir freuen uns auf schattige Abschnitte am Fels.
From the chairlift’s upper station, we walk up for about 30 minutes until we reach the beginning of the via ferrata. Hopefully, we will have shady passages in the rock, escaping the powerful sun every now and then.

Climbing the Alps Der Edelrid-Klettersteig (vormals: Salewa-Klettersteig) ist nicht dramatisch schwierig, aber auch nicht langweilig. Mindestens die Hälfte der Strecke sichern wir uns und auch die Helme erweisen sich als nützlich – irgendwer tritt immer ein paar Steinchen los.
The „Edelrid“ via ferrata (formerly: Salewa via ferrata) is not the most difficult one, but far from being boring. Most of the time, we use our snap hooks to hold on to the steel rope. Even more important are the helmets, when other hikers kick off tiny stones in the vertical rock faces.

Looking utmost professional Das Schöne an Klettersteigen ist das Rundum-Training: Mal zieht der Arm, mal schiebt der Oberschenkel, und der Bauch hält die Körperspannung. Das Ergebnis sind kraftstrotzende Bergfexe, wie sie in Alpennähe immer wieder anzutreffen sind.
The combination of hiking and climbing is just perfect for all-round fitness. The arms pull upwards, the legs push and the belly keeps to a general body tension. The outcome is a typical “bergfex”, bursting with energy.

(slightly) showing off Zwischen vielen Querungen am Fels geht es auch immer wieder senkrecht nach oben. Irgendwie wollen die Höhenmeter ja überwunden werden, und vertikal geht schneller als diagonal.
The route along the rocky mountain combines horizontal crossings with vertical sections. The latter is the most efficient way up – as long as the forces are with us.

shortcut, the vertical way Bald kommt der Gipfel in Sicht, sonnenbeschienen und gut aufgeheizt. Ist bestimmt blöd für andere, wenn sich die Blondine der Tour im 15-cm-Schattenwurf des Kreuzes breit macht…
Not before long, the Iseler summit gets in sight. Lucky peak girl that I am, I sit down in the 15cm shadow of the cross while the other hiking buddies have to stand the sunny heat.

getting there: Iseler summit Hauptsache, wir sehen lässig aus! Als wären die vergangenen zwei Stunden keinerlei Anstrengung und jetzt ist es das leichteste der Welt, das Gipfelkreuz zu stützen.
Of course, we look as laid-back as possible. The past two hours have been a piece of cake and now we can easily brace the summit’s cross for the rest of the afternoon.


Ein letzter Blick auf das Panorama, dann beeilen wir uns, um irgendwo schattigere Bereiche zu finden. Im Hochsommer sind Gipfelhöhen von 1.876m viel zu niedrig, um das Versprechen von kühler Bergluft einzulösen.
After a final view on the panorama, we hurry up to get down and find a shady table at one of the restaurants. Fresh food, cold drinks, and we will feel brand-new again.

Nice View Ich bin nicht sicher, ob hier und heute schon die erste Bemerkung in Richtung „Top of Germany“ gefallen ist. Aber irgendwie nahm die Geschichte von hier aus ihren Lauf…
It might have been during today’s tour that Jack dropped a word about “Top of Germany”. However, this is only the second mountain of the year, so I keep it low – or try to, at least.
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Frisch zurück aus dem Urlaub will ich die Surfer-Fitness auskosten, und was läge näher als eine Bergtour. Am besten in einer Gegend, in der ich häufig im Vorbeifahren dachte: „Da könnte man bestimmt hoch gehen…“. Und so finde ich den Breitenstein.
It is time to prove that surfing is the ideal preparation for hikes in the Alps. Hence, I look for a way up to the mountains I used to notice when passing by towards other destinations – and this is how I stumbled over the well-known Breitenstein.

Above Birkenstein Startpunkt ist Birkenstein mit einem groß angelegten Wanderparkplatz. Durch hübsche Waldwege geht es gemächlich bergan bis zum Abzweig noch hübscherer Wanderpfade. Sie bieten mehr Höhenmeter auf kürzerer Distanz und überhaupt sind Forststraßen auf Dauer zu langweilig.
From the huge parking in Birkenstein, the route leads to forest roads with moderate gradient. After a little while, small paths offer interesting options and a more efficient relation of height versus distance.

Beautiful Surrounding Das Gute an kleineren Bergtouren ist, dass bald schon erste Ziele in Sicht kommen. Oberhalb des Waldes führt der Wanderpfad durch das Weidegebiet der Bucheralm und bietet liebliche Ausblicke auf Bayern.
Typical for short hikes is the recurring feeling of “almost there”. First milestone is the (private) Bucheralm with wonderful views.

Approaching Bucheralm Kurz darauf folgt der Foto-Stopp am Gipfel des Bockstein. Douple-Peak-Tours sind mir ja eh am liebsten.
Next landmark is the Bockstein peak – cloudy, but still.

Bockstein Der Ausblick von vom Bockstein zum Breitenstein ist spektakulär. Ich würde jetzt gern von der Cliffhanger-Etappe und den Klettereien erzählen, tatsächlich ist der Weg aber einfach (mit Ausnahme zahlreicher Kuhfladen und deren Verursachern).
Looking over to the Breitenstein is spectacular. I would love to tell you the story of the cliffhanging climbing session along the way, but truth is: unexcited. The only significant risk is to step into cowpats or run into their perpetrator.

Ziel im Blick: Breitenstein Unterwegs scheint auch der Wendelstein zum Greifen nah, aber Kartoffelgulasch hin oder her, heute ist das nicht mein Ziel.
Along the way, the Wendelstein seems within reach. However, despite their wonderful cook (potatoe goulash in best quality), it is beyond today’s destination.

Wendelstein Bei Ankunft am Breitenstein-Kreuz belohnt mich die Sonne. Ich frage mich wie oft ich eigentlich noch an einem Gipfel posieren muss, bis mich endlich teure Outdoor-Marken als Werbeträger entdecken. Ich wäre bereit, Platzprobleme im Schrank in Kauf zu nehmen, wenn ich dafür kostenfrei mit Merino-Shirts überschüttet werde!
The sun welcomes me at the Breitenstein summit. I wonder how often I need to freeze the pose at a cross before my favourite outdoor outfitters choose me as long-term brand ambassador. In fact, I would accept difficulties in storage space if only I were to receive merino woollen shirts for free!

Breitenstein Posture Der Rundweg geht so malerisch weiter wie es Tourismus-Broschüren vorschreiben. Schäfchen-Wolken, Wanderpfade, urige Hütte, Berg-Ausblick – Wanderherz, was willst du mehr?!
Getting down is as picturesque as the first section. White clouds, rural paths and stony chalets – what else could you expect?!

Hiking Bavaria Einzig das Angebot der Hubertushütte trifft nur fast meine Vorlieben. Wer glaubt, dass glutenfreier Kuchen nicht schmeckt, hat ihn noch nie probiert – es wird noch ein paar Jahrzehnte dauern, bis moderner Insta-Lifestyle und vegan-glutenfreie Bowls es bis in die Voralpen schaffen. Althergebrachtes ist ja auch irgendwie uriger.
The only complaint (if any) would be about the menu at the Hubertushütte. Guess it will take some decades more until Bavaria recognizes healthy food being more than a new wave marketing gag.

790m altitude diff. few km < 4 h harmless -

Meanwhile, Hector left the left side of the roads… Vor England hatte ich Respekt: Linksverkehr, enge Sträßchen, hohe Hecken und überall Fish & Chips und abgestandenes Bier. Wie üblich recht die Zeit der Fährüberfahrt gerade aus, um Planungslücken zu identifizieren: Wie weit ich wohl ohne britische Pfund komme??
When crossing the English Channel, I got slightly nervous. Left hand driving, narrow streets with 4m high bushes, fish & chips and stale beer. Furthermore, it turned out that my cash consists of outworn British Pound notes, not accepted anymore. It might end up funny when seeing how far this will get me…

Cornish Delicacies: Cream Tea Sämtliche Sorgen waren unbegründet. Großbritannien hat so viel zu bieten, da läuft der Urlaub wie geschmiert. Der einzige mürrische Engländer des Jahres war ein Camper in Frankreich. Alle anderen waren ausnahmslos reizend! Sogar wenn sie im Weg stehen (englisches Hobby), sind sie noch reizend. Und so hilfsbereit, dass sich zu jeder Situation Lösungen finden.
After all, UK has so much in store that you do not have to worry about anything. The only Englishman with bad humour was a camper I met in France – all others, without the slightest exception, have been lovely. Even when blocking a way (sort of a common hobby in UK), they are still lovely.

Lovely Folks Überall gibt es alte Gemäuer, beeindruckende Architektur, geschichtsträchtige Orte und moderne Einflüsse. Gratis dazu erwarten einen wunderschöne Landschaften und jede Menge Natur – selbst in London. Gelegentlich denke ich, dass eigentlich egal ist, wo es einen hintreibt, schön & interessant wird’s eh.
There is so much history, mystic legends, ancient architecture and modern twists that it hardly matters where you go. Anyplace will offer wonderful things to see, to do, to explore. All topped with beautiful landscape, cream tea and summer weather.

Newquay, Fistral Beach Insgesamt hatte ich bzw. hatten wir 1,5 Tage Regen in drei Wochen. Entsprechend sieht die Route aus, mit lustigem Zick-Zack zwischen St. Ives, Lizard Point, Tintagel und Durdle Door. Mehrstündige Fahrten durch Cornwall sind mit dem pummeligen Hector etwas anstrengend, aber machbar. Die Klappfunktion der Seitenspiegel war mehrfach Gold wert!
I guess that 1,5 days of rain during a 3-weeks-trip are the expected average anywhere in Europe. With some zig-zag between St. Ives / Lizard Point / Tintagel / Durdle Door, we managed to limit the rain drops and maximize my routine on typical Cornwall roads. Hector got perfectly accustomed to fold in his side-mirrors, hence we got along pretty well.

Cornwall Streets or how it feels like Die Campingplätze waren weit besser als erwartet (befürchtet). Die Preise liegen spürbar über Frankreich-Niveau, sind aber abseits von Schulferien und Feiertagen in Ordnung. Mit dem aktuellen Wechselkurs vermutlich ein Schnäppchen. Ich werde jedenfalls keine weiteren 25 Jahre warten, bevor ich wieder rüber auf die Insel fahre. Da wäre ja noch North Devon und Wales, oder Schottland, oder Irland, und der ganze Rest fehlt auch noch…
The campsites have been significantly above expectations. Prices as well, but still in a reasonable range when avoiding public holidays. Taking the 2022 experiences into consideration, I plan to come back soon, then heading for North Devon and Wales. Or Scotland. Or Ireland. Time will tell…

Lately at Cape Cornwall Ich werde allein schon für das schöne Land erneut auf die Insel fahren. Mit Hector und allem drum und dran. Und doch war das Allerschönste: die Begegnungen! Freunde und Familie, Besuchte und Mitreisende, Fremde und Vertraute. Die Welt braucht Liebe und Reisefreiheit, und schon wird alles bunt!
I will come back some day for all facets of UK itself. Still, the utmost wonderful aspect has been: the encounters. Seeing friends and family, beloved ones, close ones, new ones. With love & travel lust, the world sparkles with endless beauty.
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Real life beats senseful plans Der Schlüssel zu einem effektiven Camping-Urlaub liegt in der Routen-Planung. Bloß keinen Kilometer zu viel fahren, alles durchtakten, am besten gleich vollständig reservieren.
Proper route planning is key to effective camping holidays. Avoid back-and-forth-kilometres, reserve all campsites and once you try that, wait and see what Hector makes out of it.

Hector’s preferred Perspective Das könnte ich zwar versuchen, aber da ist ja noch Hector und sein Sonne-suchender-Dickkopf. Und dann sind da die Wellen und der unbedingte Wille, bei 16°C Luft / 12° Wasser das Surfboard auszureizen. Und dabei immer schmaler und schlanker werden: 8 Fuß / 7 Fuß / 6,8 Fuß und dann 6 Fuß. Immer noch kein Short-Board, aber auf dem richtigen Weg.
Apart from Hector’s sun-chasing attitude, I stumble over the wonderful waves in the Atlantic Ocean. I rent a 8-feet surf board, all easy in the surge. I try a 7.8 ft., delighted how well it works out. Next is 6.8 ft., then 6 ft. sharp. This trip had not been scheduled as a surf camp, and yet I can’t let go.

My preferred Perspective Nach 18 Surf-Tagen bin ich auf dem „kleinen“ Board so versiert wie zu Beginn auf dem dicken Foamie-Longboard. Schätze, das ist schon mal was.
18 days of surfing later, my skills match the very first day during this trip. Yet, I improved my skills from long board foamies to an intermediate 6 ft. board, getting by pretty well. Despite an obvious lack of impressive wave pictures, I am more than happy, aiming for higher waves and shorter boards.

Pointe de la Torche Leider existieren keine Angeber-Bilder vom perfekten Wellenritt, aber das echt-Erlebte ist am Ende wichtiger als die Fotos dazu.
With my very own surf board, I get inspiration for upcoming balcony decoration and even might face unexpected challenges in the near future.

Ongoing Passion Die Bretagne ist als Reise-Ziel sensationell schön. Als Surf-Ziel auch fast. Die Landschaft ist zauberhaft, die Orte hübsch und entspannt und die Camping-Möglichkeiten vielfältig. Das Wetter mag in südlicheren Gegenden sommerlicher sein, dafür ist es in der Bretagne nicht so überlaufen. Und, meistens, mehrfach am Tag wunderbar sonnig.
This year has been my first visit in Brittany. The combination of beautiful landscape, relaxed villages and endless possibilities is fantastic: go there and see / hike / taste / climb / swim / drink / shop / surf / admire / try out. If not next year, perhaps the year after it might tear me back for another round. With some art along the way, some beaches to discover, islands to set foot on and waves to take.

Île-Tudy, Beach Natürlich habe ich zu wenig gesehen (musste ja surfen). Den Auftakt machte die Île-Tudy mit dem charmanten Mini-Ort, dem besten Restaurant weit und breit und dem Camping Municipal direkt am Strand.
First stop had been Île-Tudy with the tiniest village, a fantastic restaurant and the relaxed Camping Municipal right behind the beach.

Île-Tudy, Village Als nächstes ging es vorbei an der Pointe de la Torche Richtung Penhors – dank Landschafts-/Naturschutzgebiet ist die ganze Gegend dünn besiedelt und versprüht englischen Charme.
Pointe de la Torche and Penhors Plage have been next – wonderful landscape, looking very English. Thanks to the protected area, all you see is either old (stones / houses) or green (meadows), all framed by the blue sea behind the scene.

Between Pointe de la Torche and Penhors: Most impressive Calvaire Die Pointe du Raz mit dem Übernachtungs-Parkplatz war traumhaft zum Sonnenuntergang, die Île de Sein zunächst etwas fade, entfaltete dann aber auch ihren ganz eigenen Reiz.
Pointe du Raz had been amazing for sunset. I took pictures until I got cold hands and, thanks to the camper parking, could stay there the whole night, soaking in the most stunning views when all other tourists were gone.

Pointe du Raz Die Gegend um Camaret sur Mer zog mich – dank der Wellen, den Surfern, der Küstenlandschaft – am stärksten in ihren Bann. Trotz der meist unterschätzten Größe der Bretagne ist man in rd. 3h Autofahrt eigentlich überall, das verführt gelegentlich zu Kreuz-und-Quer-Routen.
The region around Camaret sur Mer had the most attractive coastal region, beach bays and surf waves. Hector was so up for it that we have been in and out of here for 4 times during just 1 holiday season.

St. Brieuc ist bekannt für teure, schlechte Friseure und für einen gut erreichbaren Bahnhof. Mein erster Mit-Urlauber dieses Jahr war Linda, und zusammen haben wir ein bisschen Nordküste erkundet.
St. Brieuc is famous for expensive low-quality hairdressers and, more important, for the train station. I picked up Linda from here and we had some north-shore discovery close-by.

Côte du Granit Rose Die Côte du Granit Rose ist ein wahres Paradies für Küstenwanderer. Für alle anderen ist sie zur Vorsaison eher öde – dennoch ein guter Tipp für die Hauptsaison: Wenn es irgendwo noch freie Campingplätze am Meer gibt, dann am Camping Municipal Landrellec.
It turned out that Côte de Granit Rose is less rose than expected and less vivid as well. The coastal path is great for hikers and that is about all of senseful activity around here.

During Sunset: more pink (recommendation: get pink sunglasses for maximum effect) Le Conquet wäre ein herrliches Ziel, wenn der einzige Campingplatz nicht fürchterlich heruntergewirtschaftet wäre. Dazu kommen lange Wege durch die Dünen, bis man den Strand oder gar Surf-Wellen erreicht… Es wurde leider nichts mit uns, auch wenn der Ort dazu verlockend aussah.
Le Conquet could have been a nice stop for a couple of days – if not for the outworn campsite. The village looks nice, the way towards the beach takes some time and the overall setting was 50/50 pro and con. In the end, Hector went back to our favourite surf bay instead.

Where I belong Der Fährhafen von Roscoff war mein Sprungbrett nach Großbritannien. Und zurück. Ansonsten gibt es nicht viel zu sehen.
When going to UK, the ferry from Roscoff is an almost perfect option. Easy to find as there is hardly anything else around – all relaxed, perfectly located for a combination of Brittany and Great-Britain.

Brittany Ferries / Roscoff Das genaue Gegenteil ist Morlaix: Eine hübsche Kleinstadt mit Riesen-Viadukt, delikatem Essen und einem gut sortierten Decathlon-Shop am Stadtrand.
Travelling from Western Britanny to the North shore might get you close to Morlaix. The city is charming, offers a nice choice of restaurants, an impressive viaduct and a well-sorted Decathlon shop near the Route National. Fantastic lunch break!

Morlaix Für 2023 plane ich einen völlig untypischen Urlaub. Ohne Hector, dafür absurd teuer. Mit voll durchgeplanter Reiseroute, im Voraus bezahlt, volles Risiko. Vorher aber steht noch die UK-Summary an und dann warten zu Hause gänzlich unerwartete Abenteuer auf mich…
In 2023, the most atypical holiday trip lies ahead. Without Hector, but hilariously expensive. All details set, everything booked, reserved, paid. Full risk and a slight nervousness: What did I think when going for such a kind of holiday, isn’t it so much not-my-style?? However, before I can worry about the future, there is still a second part of the summary to be sketched – not to mention unexpected adventures in and around Munich…
