Der Rest ist schnell erzählt… Es ist wohl der Unterkunft geschuldet, dass ich diesen Tag nicht recht genieße. Auf dem Weg zu den Akaka Falls entferne ich mich so weit wie möglich von Kona und schaue mir Hawaiis Ostseite an.
Funny, how a soft, hammock-like bed can lead to a hard and stiffened back… Early enough, I am on the road to Hawaii’s East, seeking lush surrounds at Akaka Falls.
Looking for Rainbows
Erstaunlich, dass ein Wasserfall größer als die Niagara-Fälle sein kann, und doch so zart aussieht. So ähnlich ist das mit mir und meinem Wintergewicht: neben den Wassermassen, die 135 Meter in die Tiefe rauschen, sehe ich geradezu elfenhaft aus. Nur der Zaun ist ästhetisch eher fragwürdig, vermutlich wollen sie hier ganz sicher gehen, dass niemand durchschlüpft – und erreichen bei allen Insta-wütigen das Gegenteil. Wer vermeiden will, dass sein Rainbow-Waterfall-Insta-Selfie vom Maschendraht abgewürgt wird, sucht sich vermutlich neue Wege.
The height of Akaka Falls exceeds famous Niagara, still it looks rather slim and uneventful. Like me and winter-weight leftovers: side to side with 135 meters altitude plus some cubic metres of water, I appear rather elfish. I wonder if the most ugly fence lurs Instagram stars beyond safety, aiming to avoid disrupted pictures.
Proportions mean everything
Ich durchwandere den Nationalpark auf der richtigen Seite und lasse mir Zeit für einen letzten Blick auf den größeren der beiden Wasserfälle. Vom kleineren habe ich nicht mal ein Bild gemacht, muss ja nun mit meinem Speichervolumen haushalten.
I continue farther, keeping to the right side of the concrete path. This National park is as tiny as my front yard, so I take plenty of time for a final picture before getting back to the park’s entrance.
Akaka Falls National Park in Full Size
Wenige Minuten später führt mich der Weg zum Anfangspunkt, und ich frage den freundlichen Park-Ranger nach Frühstücks-Empfehlungen. Hilo, zweitgrößte Stadt aller Hawaii-Inseln, liegt gleich um die Ecke und gilt als Place to be. Sagen zumindest alle, und die werden sich auskennen, oder?
On my way out of the National park, I wonder where to catch a nice and gluten-free breakfast. Everybody tells me to check out Hilo, largest city all over Hawaii (well, after Honolulu).
Hilo Famer’s Market
Nun rächt sich der Fehlgriff des Kona Islander Inn: Anstatt voller Neugier und Energie Hilo zu erkunden, ein schönes Café zu entdecken und den Tag zu genießen, suche ich lustlos den nächstbesten Parkplatz und trotte rund um den Market Place. Heute ist hier alles doof: Die Musik nervtötend, das Angebot an Früchten egal und anderes Essen ungeeignet. Die Leute sehen entspannter aus als ich mich fühle, und überhaupt ist es zu heiß und zu sonnig. Der einzige Lichtblick ist der Shop Hawaiian Ukulele & Guitar von Robert Yates und seiner Frau.
Consequence of the annoying Kona Islander Inn: Without enthusiasm, I stroll around farmer’s market in Hilo and then give up. There is no energy left for curiosity, for the detection of nice cafés or the facets of Hilo. Only then, a big HUG saves my day: Robert and his wife run the Hawaiian Ukulele & Guitar shop (shortly: HUG). They so much love what they are doing that they spread good vibes all over me.
Hilo Ukulele & Guitar Shop. In my dreams, I move in and play them all!
Ausgewählte Ukulelen werden aus handverlesenen Hawaii-Bäumen gemacht, zudem baut der Inhaber viele der Instrumente selbst. Manche haben die Form von Ananas, aber viel wichtiger ist: sie werden aus besten Hölzern geschnitzt und klingen fantastisch! Ich darf einige bespielen und bin hingerissen: Wenn ich nicht Trillionen von Dollars in diesen Urlaub gesteckt hätte, dann wäre meine Selbstbeherrschung dahin. Wer eine Ukulele auf Hawaii kaufen will, der sollte das hier und nirgendwo sonst tun.
They offer instruments made of best woods, half of them built by the shop owner himself. He is as passionate for Ukulele as I am, perhaps even an inch more. I enjoy a lovely conversation and play some of his finest ukuleles, admiring the intense and charming sound. If not for the fortune of Dollars spent in this crazy Hawaii trip, I would have fallen for yet another piece. With the utmost self-restraint, I wave goodbye and leave Hilo.
Was für ein Glücksgriff! Wochen vor dem Urlaub habe ich den Ausflug auf den Mauna Kea gebucht, als Teil einer Kleingruppe mit Hawaii Forrest & Trail. Gleich nach der Surf-Sehnsucht war das ein klares Muss für meinen Trip ans Ende der Welt.
Weeks ago, I went straight for another one of my “once in a lifetime” plans on Hawaii. This time, it exceeds any expectation by far: The scheduled trip to Mauna Kea operated by Hawaii Forrest & Trail people puts Big Island on another level.
Perfect
Hier stehen Teleskope, mit denen man tief ins All, weit zurück in die Vergangenheit sogar auf Singularitäts-Ereignisse sehen kann. Der Schatten des Schwarzen Lochs wurde – unter anderem – von hier aus sichtbar gemacht. Ich bin schon von Weitem fasziniert, nicht zuletzt davon, dass mir ein sehr namhafter Physiker umgehend und sehr nett auf meine Mail-Anfrage geantwortet hat. Das öffnet mir leider keine Tür zu den Observatorien, erweist sich jedoch als gutes Omen.
I am such a fan of the huge telescopes, looking deep into space, back into time and even on singularity events. The shadow of a black whole has been visualized with the Keck observatories, located here on Hawaii’s giant mountain. Sure enough, I have tried out different approaches, aiming to get inside the scientific parts. I even contacted a well-known physicist and have been delighted to find his respond within few hours. It did not get me in the observatory, yet it was sort of a good omen all along.
Won’t let me in…
Unser Guide Jonas ist Gastgeber, Erzähler, Hobby-Astronom und Offroad-Fahrer par excéllence. Ich bin überzeugt, dass ich heute den besten Hawaii Forest-Begleiter überhaupt erlebe. Die zwei Stunden Anfahrt zum Weißen Berg gleichen einer unterhaltsamen Comedy-Erzählung, die nebenbei das Wissen jahrelanger Studien auf alle neun Gruppenteilnehmer überträgt. Als dann auch noch das Essen gut ist (veganes Chili aus Thermoskannen), bin ich mit Big Island Hawaii endgültig versöhnt. Da ist auch egal, dass vor fünf Minuten meine Kamera kaputt ging.
The host of our party-of-9 is Jonas: Entertainer, guide, storyteller, enthusiastic amateur-astronomer and offroad-driver. Most probably, this guy beats any other guide around and I congratulate myself for the foresighted planning. The two hours drive towards the “white mountain” is filled with a mixture of knowledge transfer and comedy. In the most vivid manner, he fills us up with fascinating facts of Hawaii’s history, geological specialties and local legends. Even thermos-served dinner is excellent, leaving no room for disappointment just because of a broken camera.
Guess who knows every stone up here…
Zum Sonnenuntergang kommen wir auf 4.207m an. Von weitem ein flacher Hügel, aus Fahrersicht steil bergauf, mit wenig Asphalt und viel Lavasteinen unter dem Vierradantrieb. Oben dann -2°C und frischer Schnee.
The dirt road ending on 4.207m is unexpectedly steep, not matching the look from a distance with Mauna Kea’s gentle silhouette. Perfect conditions welcome us for sunset with -2°C and fresh snow.
Dramatic Scenery
Gestern stand eine Touri-Gruppe hier im Schneegestöber. Heute haben wir einen nahezu wolkenlosen, windstillen Himmel. Der Sonnenuntergang setzt die Landschaft und die außerirdisch anmutende Technik in Szene, wie einen Filmstar.
Timing is everything! After yesterday’s heavy snowfall (zero view), we are stunned by the clear sky with just enough clouds for an explosion of colours before nightfall. I love the mix of natural beauty and sci fi in this place.
Sunset. Spectacular
Jonas hat uns vor Insta-Freaks gewarnt, denen beim Vortanzen wilder Musikvideos in großer Höhe die Puste ausgeht (Notarzt-Einsätze, teuer). „Amateure“, denke ich, sowas würde ich natürlich nie tun. Aber gegen ein paar Yogaposten ist genauso wenig einzuwenden wie dagegen, die große Silberkugel hochzuhalten, oder?!
Our guide has been serious, warning us to beware of crazy Instagram freaks. Every so often, they fall apart when trying to perform exhausting dance moves in thin air. Me, certainly, I would never risk anything just for the picture of it!
Hätte ich meine Tourenski dabei, könnte ich jetzt die kleinen Kraterhügel hochlaufen und ein paar schöne Schwünge durch den Schnee ziehen… Stattdessen kuschel ich mich in den Daunenparka der Forest People und sehe zu, wie die Welt langsam das Licht ausknipst. Der Blick von 4.200m Höhe treibt mir ein kleines Tränchen ins Auge: Es ist, als würde meine Seele auf die Großartigkeit der Welt reagieren. Ist vielleicht auch nur die Höhenluft, immerhin ging es mir im Himalaya schon ähnlich beim Blick auf den Manaslu, dessen Spitze am Weltall kratzt.
If only I had my touring skis… I could walk up the little crater hills, getting warm despite the chilly temperatures. Hot chocolate is promised for the upcoming star-gazing, so I cuddle deep into the warm parka and watch the daylight fade. Looking at the world from this elevated perspective touches me, bringing a secret tear of overwhelmed feelings to my eye. Might be the sheer height, though – the Himalaya had similar impact on me (first glance of Manaslu really got me!).
Mit Einbruch der Nacht fahren wir zu einem etwas tiefer gelegenen Platz. Es ist einer der dunkelsten Orte der Welt, und somit ideal für den Aufbau des Teleskops. Bereits mit bloßem Auge wird die Erdrotation sichtbar: War der Mond gerade noch links oben, so neigt er sich schon Minuten später zum Horizont. Bevor er verschwindet betrachte ich durch das Teleskop seine Oberfläche, an der Trennkante zwischen angestrahlter und dunkler Seite. Surreal, und das ist erst der Anfang.
Halfway down the track is a parking with best conditions: it is one of the darkest spots on earth, ideal for stargazing. The planet’s rotation becomes obvious with the moon wandering towards the horizon. Before it disappears, I examine the moon’s surface through the telescope, seeing the edge of white and dark side hilariously sharp. It certainly looks unreal, and this is just the start of the most impressing astronomy lesson.
Thanks to Forest & Trail Telescope
Die heiße Schokolade wird nebensächlich, als Jonas die Sternbilder erklärt. Und wie man damit navigieren kann. Und dass die Griechen vermutlich ziemlich high waren, als sie wundersame Tiere und Götter in den leuchtenden Punkten verortet haben – die hawaiianischen Bezeichnungen sind dagegen viel pragmatischer. Wir sehen helle, unregelmäßige Lichtpunkte, die beim Blick durchs Teleskop zu zwei Galaxien werden, die sich umkreisen. (Jahre später werde ich in Artikeln der “Spektrum der Wissenschaft” darüber stolpern und denken: yep, hab’ ich gesehen.) Vertraute und ungewöhnliche Sternbilder treten klar hervor, während das Band der Milchstraße funkelt wie eine Discokugel-Girlande.
Jonas explains the stellar constellations and how to use them for navigation. The Greeks had quite some fantasy, imaging animals and gods among the glittering points. Hawaiian names show more of practical relevance, even though I forget them within minutes. We identify a twin galaxy through the telescope and can hardly get enough of the trillions of stars along the milky way.
Fantastic Experience
Als ich den Mauna Kea Ausflug gebucht hatte, fand ich rd. 250,- EUR happig. Also: dafür, dass jemand einen Kleinbus auf den Parkplatz fährt. Da wusste ich noch nicht, dass so viel geboten wird – es war die beste Entscheidung überhaupt, besonders angesichts unseres fantastischen Guides und dem gelungenen rundum-Paket. Nur das gute Wetter, das habe natürlich ich mitgebracht.
When booking the Mauna Kea trip for 250,- EUR, I have not expected this sensation at all. Going up on your own may be okay, but going there with a fantastic guide and the wonderful overall setting is amazing! All I had to bring in was good weather.
P.S.: Ich hätte wahnsinnig gerne die Sterne fotografiert. Was am Spitzingsee schon mal funktioniert hat, wäre auf dem Mauna Kea sensationell geworden – wenn nicht meine Kamera endgültig das Zeitliche gesegnet hätte. Im Gegensatz zu meinem „historischen“ Sony-Smartphone konnte ich es aber live erleben, ich nehme die Sterne im Herzen mit.
P.S.: I would have loved to take solid photographs of the stars, right here and now. Basically, my beloved Canon Powershot P11 can do extreme pictures – if not breaking down for good today. Other then my historic Sony smartphone, I have seen all the glory with my own eyes, knowing that the stars will continue to glow in my heart.
Zwischen Maui und Big Island/Hawaii liegt nur ein kurzer Flug – von Bootsverbindungen halten sie hier offensichtlich nichts. Der Flughafen sieht aus wie improvisiert, das gleiche gilt für die Mitarbeiter der Mietwagen-Station. Schließlich bekomme ich einen kleinen Buick und nach einem kleinen Zicken-Alarm auch das dazugehörige Navi. Ich freue mich, endlich in meiner zauberhaften Unterkunft anzukommen und das Städtchen Kona zu erkunden.
A short flight gets me from Maui to Big Island Hawaii. A boat might do it as well, but is not common around here. Kona airport seems sort of improvised and the same is true for the rental car organisation. However, it only takes an hour of patience and strong debates with the local manager to get a small Buick with additional GPS. I can’t wait to explore my wonderful homebase on Kailua Kona.
On my Way from Maui to Big Island
Das Kona Islander Inn (Kona Islander Vacation Club) hat von außen wunderschöne Architektur und einen hübschen kleinen Pool, der minimal größer ist als eine Luxus-Badewanne. Der Empfang ist noch raubeiniger als bei Alamo. Unabhängig davon, ob mein gebuchtes Condo fertig ist oder nicht: ich darf frühestens in zwei Stunden einziehen.
The outer features of Kona Islander Inn (Kona Islander Vacation Club) is as pretty as the little pool in the courtyard. Getting close, it slightly exceeds the volume of a luxury bath tub, disabling swim sports. The welcome is harsh and I get told to wait two hours until I may be allowed to move in my rented condo.
Sharing Sea View
Ich lasse den Koffer im 40°C heißen Auto und schlendere zum Strand. Der ist jedoch fest in der Hand der Obdachlosen, also gehe ich statt dessen „Shaved Ice“ essen. Während ich dem kleinen Gecko erkläre, dass eingefärbtes Zuckerwasser sein Farbschema ruiniert, frage ich mich insgeheim, warum es so einen Hype um das Zeug gibt… Dann ist endlich 16 Uhr und ich beziehe ein Zimmer plus Mikrowelle im Erdgeschoss. Mit Klimaanlage ist es laut und sehr kalt, ohne Klimaanlage kühl und sehr feucht. Nach einem ersten Rundgang ist klar: hier setze ich keinen Fuß barfuß, und die Yogamatte will hier auch nicht liegen. Liegt ja auch genug rum: Haare, vertrocknete Kontaktlinsen, Essensreste. Die gute Nachricht ist: ein Käfer, der tagelang unter dem Sideboard hockt, ist ziemlich sicher ein toter Käfer. Kakerlaken schließe ich bei dem Preis von 230,- EUR pro Nacht aus.
My luggage is safe in the car’s 40°C trunk, leaving me with backpack and ukulele, heading for the shore. With the tiny beach occupied by the homeless, I continue to a small café serving Hawaii’s famous shaved ice. While I manage to convince the gecko that sugar-coloured-frozen water would ruin it’s appearance, I wonder why everybody makes such a fuss about it. Eventually, the clock shows 4 p.m. and I enter my room with additional microwave corner. Located on first floor, it comes with two options: switch on the air condition and have it ice-cold and loud, or switch it off for cold and moist air. Soon enough I decide to never touch ground barefoot, let alone my yoga mat somewhat close to the floor. I can tell that they did not use the past two hours for cleaning: I find hundreds of dark hairs, used contact lenses and an impressive beetle under the sideboard. With prices of 240 USD per night, it is impossible to call it a dead cockroach, right?
Closed down
Kailua-Kona ist eigentlich eine lebendige Stadt zwischen Flughafen und Strandbuchten, mit Hotels und Geschäften, einem Hafen, Bootstouren und einer 100-jährigen Tourismus-Geschichte. Es gibt eine historische Reihe von Geschäften, in der 2-stöckigen, halb-offenen Bauweise dem Pier 39/SFO nicht unähnlich. Allerdings mit rd. ¾ Leerstand, dazwischen letzte verzweifelte Souvenirläden. Die ganze Stadt ist in den letzten Jahren heruntergekommen: Touristen wären da, aber die Bewohner können sich die teuer gewordene Stadt nicht mehr leisten. Und so schließt einer nach dem anderen sein Business, um anderswo bessere Konditionen zu finden.
Kailua Kona must have been pretty and vivid, located on the West coast between airport and beach bays. There is a small harbour for boat tours and historic wooden buildings that line up little shops just like Pier 39 in SFO. Sadly, three fourth of them are closed down for good. Best part is the historic Kona Inn Hotel with a nice restaurant, but even there only parts of the building are still in use. I learn that this city has turned into such an expensive spot that nobody can afford to run business anymore, matching my experiences with the leftover-servicemen around.
WeirdPlace
Ein 80er-Jahre Marriott-Hotel kämpft um zahlungskräftige Gäste in mittelmäßiger Lage, die Strände sind kärglich und das Flair alter Zeiten kaum noch wahrnehmbar. Einzig das historische Kona Inn lohnt einen Abstecher zum Essen, aber auch hier ist nur noch ein Teil des Gebäudes in Betrieb.
The Mariott hotel with 80ies flair tries to attract the last solvent guests, but cannot beat the handed down surrounding. Depending from the angle you look at it, parts of Kona reflect the former beauty while others have become bleak leftovers of better times.
Ich beschließe, die Vorteile meines Kona-Quartiers auszuspielen: Ich kaufe neue und gebrauchte Bücher im großartigen Kona Bay Book Store, bin nah am Pick-up-Point für die Tour mit den Hawaii Forest & Trail-Leuten und erlebe sensationell kitschige Sonnenuntergänge im Kona Inn Restaurant.
I decide to focus on the advantages: buying a pile of new as well as used books from wonderful Kona Bay Book store, having the pick-up point for tomorrow’s tour in walking distance and watch cheesy sunsets during dinner at the Kona Inn restaurant.
Danach ziehe ich aus. Wenn ich hier zu lange bleibe, zähle ich die Tage runter, bis der Urlaub endlich vorbei ist. Das entspricht nicht meinem Verständnis von Urlaub, und so starte ich die Suche nach einer besseren Unterkunft, irgendwo auf Hawaii/Big Island – bin gespannt, wo ich landen werde.
Later, when there is nothing more to make out of this, I will move out, ignoring the remaining nights paid in advance. I start some research and feel my spirits lightening up with the outlook on new wonderful places.
Es muss doch was geben, was nicht nur von Ferne paradiesisch aussieht….
Vor der Reise hatte ich mich gefragt, wie das wohl wird: Flugzeug statt Hector, Hotels/Apartments statt Camping, Amis statt Europäer. Ob es überhaupt Begegnungen geben wird? Oder werde ich drei Wochen innerer Einkehr erleben, in denen der einzige Austausch mit anderen Menschen Bestellungen zum Lunch sind?
Prior to the trip, I wondered how I might cope with this unusual way of traveling: plane instead of Hector, hotels and apartments instead of camping, all among different folks. Will there be encounters and exchange apart from ordering lunch menus?
Wild Chickens for Company: all over Maui
Spätestens nach der Woche auf Maui kann ich bestätigen: alles kein Problem. Neben meinem ersten Schildkröt am Strand traf ich Sandy, die dort ehrenamtlich aushilft. Wir haben Erfahrungen, Teile unserer Lebensgeschichte und Bilder ausgetauscht, es war immer ein freudiges Hallo, wenn wir uns zum Sonnenuntergang am Strand trafen.
After my week on Maui, I can already confirm: all easy. Seeing my first giant turtle came along with the encounter of Sandy, one of the volunteers around there. Almost every evening, we shared sunset, music and good vibes in vivid conversation. I keep my fingers crossed that she continues with positive development, new experiences and everyday happiness!
Grateful for my New Totem
Dann war da noch Charles, der zur allgemeinen Freude mein Boogie Board übernommen hat (bestimmt hatte er jede Menge Spaß damit, um es anschließend weiter zu verschenken, all good karma!). Außerdem die nette Damen-Familie, dir mir ihren Strand-Stuhl angeboten hat. Und viele, viele mehr – ich habe viel erfahren über verschiedene Regionen der USA und unterschiedliche Lebens-Entwürfe. Kein einziges mal wurde ich für meine Ukulele-Klänge ins Meer geworfen, aber häufig angelächelt.
Charles inspired me to the extensive detection of Maui’s wonderful beaches while I might have inspired him for using my boogie board (I count on a lot of fun before handing it over to others, keeping up our chain of good karma). Then there has been the 3-generation-women-family, offering me their beach chair – and uncounted others I have met these days. I learned a lot about different regions and how to make the best out of anything. Besides, nobody has thrown me into the sea for singing out loud, instead I get rewarded with smiles and chats every here and there.
Sensational Evenings at Ohana Bar & Grill, Kihei
Und dann waren da noch die alteingesessenen Hippies mittleren Rentenalters, die mit bunten Haaren und wallenden Klamotten so viel gute Laune verbreitet haben, als wir zu Live-Musik auf dem Gehsteig getanzt haben. Überhaupt ist Kihei als Basis super: die ganze Insel in Reichweite und eine gute Auswahl an Restaurants, Food Trucks und Bars, insbesondere wenn im Ohana Bar & Grill Live-Musik angesagt ist.
It has been great to bump into a group of well-settled hippies, dancing on the sidewalk, in front of Ohana Bar & Grill and their Friday/Saturday live band. Kihei is just perfect for a longer stay: the entire island within reach and a choice of food trucks and restaurants nearby. Less touristic than Lahaina, rather easy-going and the place-to-be for Maui’s inhabitants.
Conclusion: Life could be Worse
P.S.: Der Kauf und auch das Verschenken des Boogie Boards waren eine gute Idee (danke auch an Sanne für die Anregung)! Im Verlauf der Woche habe ich gelernt, mit Flossen zu laufen – ein weiterer Eye-Catcher, der alle Anwesenden zum Lachen bringt. Die äußere Erscheinung erinnert an irgendwas zwischen Frosch und Pinguin…
P.S.: Aqcuisition as well as passing on the boogie board has been a splendid idea! Incidentially, I learned how to walk in fins – a real eye catcher, lightning up the mood of everybody around!. Outer features and movements resemble something between frog and penguin…
Das war es also mit meinen Surf-Vorhaben, zumindest für diesen Hawaii-Trip. Auf den Frust brauche ich dringend positive Stimmung: einen schönen Strand, Herumtollen mit dem Boogie Board und am Abend hoch hinaus!
It takes some effort to get over the shattered plans for surfing, at least for this Hawaii trip. I need something positive to get over it: a beautiful beach, fun with the boogie board and higher aims for the evening!
Wailea Beach
Wailea steht ganz im Zeichen schicker Hotels, der dazugehörige Strand ist dennoch ganz nett. Wie gut, dass ich mir das lustige Boogie Baord zugelegt habe – so habe ich neben Schnorchel-Ausflügen etwas sportliche Action im Meer, und so langsam hebt sich meine Stimmung wieder.
Wailea with impressing hotels is one of the most touristic parts on Maui, still the beach is sort of nice. I play around with my fun board until I feel my mood lighten up.
Silversword
Am Nachmittag fahre ich spontan ins Landesinnere: Bis zum Gipfel des Haleakalā sind es 45 Meilen, mein Auto sagt, es schafft noch 165 Meilen mit der aktuellen Tankfüllung, es reicht also locker für Hin- und Rückweg. Zu Beginn weiß ich noch nicht, dass der Inselhopser bergauf zum Verbrauchsmonster wird…
Later, I check my options: a ride of 45 miles will take me up on 3.055m and my car tells me it is good for at least 165 miles before I run out of gas. Without hesitation, I get going, not knowing that this “Kicks” car will turn into a consumption monster…
Lately at Haleakala
Auf halber Höhe zum Vulkanberg ist es regnerisch und kühl, eine ganz andere Welt als an der Küste. Der Hopser verbraucht Sprit für 90 Meilen, aber laut Park Ranger am Nationalpark-Eingang ist das normal. Kurz überlege ich, vor dem letzten Anstieg umzudrehen – aber dann denke ich: jetzt oder nie! und fahre durch bis zum Parkplatz auf 3.055m Höhe. Ich vertraue einfach darauf, dass der Verbrauch für den Rückweg nur rd. 2 Meilen entspricht.
Inner Maui it is wet and cold, contrasting the coastline. My car eats up fuel like a hungry tiger, and the remaining-range-display drops about -90 miles. I consider turning back right before the entrance to the National Park, but then hold my breath and continue straight up: I get one of the rare parking slots at the peak and trust in a zero-consumption way back. When stepping out into the cold wind, I appreciate every layer of clothing I find in my backpack.
Sci-Fi World
Surf oder nicht surf ist gerade total egal, das hier lohnt sich! Die karge Vulkanlandschaft, die Wolkenfelder bis dicht unter den Gipfel, der Blick auf außerirdisch anmutende Observatorien – es ist wie der Ätna, nur ohne Regen und ohne Erdbeben. Der Blick in alle Richtungen ist großartig, man kann sogar bis zum Mauna Kea auf Big Island sehen.
Being up here is all worth it, no matter what else Maui offers (or declines to offer). 360° great views, including the Mauna Kea on Big Island, visible from here. The rough landscape, the clouds at our feet, even the cold wind fits well in this outstanding place.
The artistic part is: not get blown-off by the Wind
Kurz vor Sonnenuntergang lässt sich hier am höchsten Punkt ein einzigartiges Phänomen erleben: Die Sonne wirft den Schatten meines Körpers auf die tiefer liegenden Wolken im Vulkankrater und zaubert einen Regebogen-artigen Lichtkranz dazu. Kein Wunder, dass mein Privatleben so wenig aufregend ist, bei dem Heiligenschein!
As sunset approaches, a unique sensation enfolds: The sun throws my shadow onto the lower clouds in the volcano’s crater, adding a halo of light and prism to my silhouette. No wonder that my regular life may be kind of boring, given this gloriole!
[…] – beyond words
Zum Sonnenuntergang sammeln sich alle mit Blick nach Westen. Leider ohne Ukulele-Konzert; der Wind würde das zarte Instrument beim ersten Akkordwechsel fröhlich talwärts tragen…
For sunset, the crowd looks fascinated to the Western horizon. No ukulele concert today, as the strong wind would carry it away with the very first change of chords…
Sunset on Haleakala
Die Welt taucht unter, es ist die wahre Pracht! Anschließend fahre ich durch tiefschwarze Gegenden über fast unsichtbare Straßen zurück und bin ganz erstaunt, als ich in Kihei wieder auf Menschen treffe – es sind einfach zwei verschiedene Welten, der Haleakalā und die Küste.
The world drowns in the red evening sun and I cannot help wondering how sunset on Mars might look like. Afterwards, I drive back to Kihei, and it is almost a shock getting back to touristic life around the coastline.
Stepping Out
Der heutige Tag fühlt sich an wie eine ganze Woche: Erst gehen meine Hawaii-Surf-Pläne endgültig den Bach runter, dann stürze ich mich ins Touristengewühl am Strand; anschließend der Ausflug ins Insel-Innere und dann die sensationellen Eindrücke zum Sonnenuntergang am Haleakalā. Als ich später am Abend freundlichen Nachbarn meiner Wohnanlage begegne („Le Mec de Québec“), sprudeln die Eindrücke nur so aus mir heraus. Es ist beim Reisen gar nicht so wichtig, ob alles läuft wie geplant – wichtig ist vor allem, neugierig loszuziehen und sich auf die unterschiedlichsten Eindrücke einzulassen.
This day feels like a whole week: Starting with the dissolution of my surf ambitions, then the touristic fun at the beach and later the trip to inner Maui, all topped by the spectacular sunset on Haleakalā. When I encounter one of my nice neighbours later that evening (“le mec de Québec”), I realize that I am full of impressions that continue gushing out. Basically, travelling is not about getting along as planned – deep down, it is about getting out there, open for whatever comes along.
You can learn a lot from Maui: Marketing & Image are fantastic
Geplant waren Angeber-Bilder: Schickes Surf-Dress, schlankes Epoxy-Board, Traumstrand und glückliches Lächeln nach dem Reiten der wunderbarsten Pazifik-Wellen. Es kommt anders.
Früh morgens berichten Einheimische von vernünftigen Wellen an der Küste vor Lahaina, dem einzigen Schlupfloch, in dem der Pazifik diese Woche überhaupt surfbares Material abliefert (abgesehen von den 5-10 Meter Big Waves der North Shore). Nichts wie hin, ich miete ein Board und erfahre, worauf hier zu achten ist:
Bloß nicht fallen.
Wenn ich doch falle, unbedingt auf dem Surfboard landen.
Wenn es mich doch runterwirft, auf jeden Fall rückwärts fallen, so dass die Welle unter mir ist.
Schützende Neoprenschuhe tragen (und nicht verlieren), wegen der Korallen, der Riffs, der Felsen.
Niemals den Kontakt zum Board verlieren.
In der Aufzählung fehlt , dass ich nicht zu nah an die Hafenmauer kommen sollte.
Little waves reported for Lahaina, the sole part of the Maui-Pacific with appropriate swell these days. I hurry up, rent a board, and get informed about local surf details:
Prevent falling.
When falling, best to land on your board.
If you cannot prevent falling off, make sure you fall backwards, with the wave underneath.
Put on protection shoes (corals, riffs, rocks). And do not lose them.
Never let go of your board.
They forgot the recommendation for reasonable distance to the harbour wall.
Tempting, but…
Hintergrund, besser: Untergrund des Ganzen ist die schroffe Westküste Mauis. Wenig Sand, viel Felsenriffs, zudem rund um Lahaina und Kihei sehr flach. Mit nur einer Handbreit Wasser unter dem Surfboard (weiter draußen: 60-100 cm) sind nicht donnernde Wellen das Problem, sondern Bodenkontakt.
Maui’s Westcoast is craggy as hell. And shallow. Few sand, lots of corals, rocks, lava and other hard stuff. With few inches of water underneath the surfboard. The risky part is not powerful waves, but touching ground.
Ich versuche, mir Inspiration bei den Surfkursen rundum zu holen. Sie haben ein super System: großes Board (fast schon SUP), Surflehrer sitz hinten drauf und hilft Schüler aufzustehen und nicht ins Wasser zu fallen. Mir wird klar: nicht übertragbar. Als nächstes realisiere ich die Nähe zu den aufgeschichteten Felsen der Hafenmauer, die plötzlich vor mir aufragen.
Watching surf schools around does not help: I witness huge boards, surf teacher sitting on the rear end, helping each pupil to stand up and ensure that they never fall down. I realize that I need new role models, when I notice that the bay’s current brings me closer to the rocky walls of the harbour.
Noch nie war ich beim Surfen so blockiert. Nachdem ich hin und her, vor und zurück, und von der lästigen Hafenmauer wieder weg-gepaddelt bin, möglichst vorsichtig und flach vom Brett gefallen bin und insgesamt viermal den Schuh verloren habe, gebe ich auf: Mit letzter Kraft paddle ich das Surfbrett zurück zum Ausgangspunkt, gebe das Board zurück und finde alles doof. Was für eine beknackte Idee, ans andere Ende der Welt zu fliegen, um besser surfen zu lernen!
I am mentally blocked. Back and forth, left and right, falling (carefully) from the board, losing the protection shoes, trying again, losing again, hating the rocks around the harbour – what a f*ing stupid idea to fly to the other side of the planet for surfing experience!
The Duke (Waikiki Beach)
Rückblickend betrachtet, hätte ich 3 Tage in Waikiki surfen sollen, was das Zeug hält. Wer ahnt, dass ausgerechnet Maui mit seinem ultimativen Surfer-Image so schlechte Bedingungen bereithält… Ein wenig tröstet mich die Erinnerung an eine Freundin, die einst nach Australien reiste, um dort Freiheit, Surfing, Camping zu erleben – und die desillusioniert zurück kam. So bin ich wenigstens in bester Gesellschaft.
Fun fact of the trip: The more I chatted with locals about surfing, the more they recommended me great places, all of them located along the Californian coastline. It might have been a coincidence that the sea has hardly any swell this week, yet I am convinced that Maui is appropriate for your very first surf lesson – or for pro competitions. For any state in between, this is not your island.
Der Pazifik liegt glatt und ruhig vor Kihei, also suche ich die Wellen jetzt an der North Shore. Angeblich wurden Wellen gebucht von den Veranstaltern einer kleinen Big Wave-Competition.
Calm as a lake, that is the Pacific around Kihei. Time for a trip to the North Shore: Rumours say, there must be waves for today’s Big Wave competition.
Found Waves at the North Shore, but…
Oh ja, hier ist Dynamik im Meer. Ich stehe am Ho’okipa Lookout und sehe wunderbar lang-laufende Wellen, die mein Surf-Level um das fünffache überschreiten.
There they are, the waves I chase for days. Long waves roll in, slightly (five-times, I’d say) exceeding my surf abilities.
Advanced Playground
Es sieht nach einem guten Spielplatz aus für diejenigen, die sich hier im Wasser tummeln. Genauer betrachtet dürften die Wellen rund 5 Meter hoch sein, da ist nicht ohne.
What looks like a nice playground for those who can deal with 5-metres-waves, is a challenge of hydropower and experienced reflexes.
Auch hier ist Mauis Küste vor allem eins: steinig. Ob Lavabrocken oder Korallenriffs, wer in die falsche Richtung surft, treibt oder fällt, landet hart.
Rough Coastline…
Once more, Maui’s shoreline is framed by rocks. Little mistakes in the direction of surfing, current or falling may lead to rough encounters with lava-stone or coral riffs.
…takes its toll
Ich verabschiede mich also von Mauis Wellen und sehe mir stattdessen Pa‘ia an, nächstgelegener Ort und angeblich Ursprung der Surferszene.
Turning my back to Maui’s waves, I take a look at Pa’ia, known as the very origin of surfing from what I have heard.
Well…
Pa‘ia ist so historisch wie US-Geschichte nur sein kann. Was davon Image ist und was mit echtem Leben pulsiert, ist morgens um halb zehn schwer zu sagen. Anhand all der Motto-Shops und Cafés erkenne ich inzwischen das Muster im Touristik-Marketing: Surfing (und, absurderweise, VW-Bullis, die niemand hier fährt) ist das große Thema, obwohl es kaum einen ungeeigneteren Ort dafür gibt. Abgesehen von den Big Waves für Profis besteht Maui an den Rändern vor allem aus schroffen Riffs, gelegentlich mit ein paar Metern losem Sand. Totale Neulinge werden im flachen Wasser in die auslaufenden Gischt-Wellen gesetzt, dann wird das Board vom Trainer angeschubst und der Surf-Schüler meint, er würde nun Wellenreiten. Wer über dieses Level hinaus ist, geht besser nach Californien – dort lernen übrigens alle Hawaiianer ordentlich Surfen.
Pa’ia is as nice and historic as US past can be. Hard to tell image from real life, though… Little by little, I can see touristic marketing riding the wave of “all about surfing” while, hand to heart, there is hardly a less-suitable place for decent surfing. All they have on Maui is big waves for the pros and shallow riffs all over. The one thing they enable for absolute beginners is: take them to one spot (Kihei) or another (Lahaina) in gentle whitewash, give the board a push and make them stand up, pretending to surf.
Pa’ia
Zum Glück ist Maui trotzdem ein wunderschönes Reiseziel. Da ich schon mal im Norden bin, kann ich von hier aus gut nach Osten weiterfahren: hinein in die fruchtbare Dschungel-Welt der Road to Hana!
Fortunately, Maui is worth a trip nonetheless. After all, the North Shore is the ideal starting point for the famous Road to Hana!
Hana Highway, or: Welcome to the Djungle
Kurven ohne Ende, einspurige Brücken und immer wieder Wasserfälle. Es gibt auch Wanderwege hier und da, aber Wandern in tropischer Wärme ist nicht so mein Ding.
The „Hana Highway“ is a narrow, winding mountain route that takes you further down into djungle-landscapes and waterfalls. Hiking paths enable to step in even more, but hiking in tropical temperatures is beyond my favourite hobbies.
Car-Riding through this Landscape is better than I would have thought
Zwischendrin öffnen sich Buchten und Ausblicke zum Pazifik. Es ist ein wahrer Panorama-Volltreffer: Dschungel trifft Südsee! Hätte ich den heutigen Tag sorgfältig geplant, dann wäre ich für eine Wanderung zu einem der besonders berühmten Strände angemeldet (online Reservierung, ohne geht nichts). Dank meiner Spontaneität genieße ich hier und da den Ausblick und fahre dann weiter.
Every now and then, the route enables picturesque views on the pacific ocean. Those with proper planning might have reserved (online, days or weeks ahead) their hike to one of the special bay beaches in this area, while I am fine with a bit of see and drive.
Beauty of a Landscape
Auf den letzten Kilometern der Strecke ergibt sich ein Sprung in das natürliche Becken des Nailiilihaele Wasserfalls. Herrlich, das hatte ich seit meiner Reise nach Thailand nicht mehr!
Approaching Hana, a wonderful occasion comes along the way: For the first time since my Thailand trip, I jump into the natural pond at the Nailiilihaele waterfall and enjoy the refreshment!
Waterfall Refreshment
Am Nachmittag lasse ich mich am Baldwin Beach nieder. Kurz überlege ich, wie ob ich die hiesigen Lifeguards näher kennenlernen will, entscheide mich dann aber doch gegen einen Bodyboard-Ausflug in die heftige Brandung.
The afternoon is sunny and the Baldwin Beach inviting. I consider getting in touch with the lifeguards, but then decide against a foolhardy ride with my boogie board in the strong breakers.
Baldwin Beach: Stormy, Rough Surf
Zum Sonnenuntergang findet sich rund um das Whale Sanctuary Visotor Center (Kihei) die übliche Ansammlung von Anwohnern und Touristen ein. Kein Wunder, ist der Kalepolepo Beach mit seinen Riesenschildkröten (heute: 3) und der Live-Musik (meine Ukulele und ich) doch einer der besten Plätze zum Einnehmen eines mitgebrachten Aperitifs.
Sure enough, the day ends with sunset, ukulele and turtles. It probably is one of the most attractive beaches during the evening, given the pile of attractions with giant turtles (today: 3 of them) and live music (me, basically).
Gestern, das war der Tag, an dem ich Walgesängen gelauscht habe. Und der Tag, an dem sich meine zufälligen Strand-Nachbarn den Kopf darüber zerbrochen haben, wo ich Wellen finden könnte. Sie kamen immer wieder auf DT Fleming zurück – keine Surfboards for rent, aber super für Bodyboards. Oder Boogie Boards, wie sie neuerdings heißen.
Yesterday I listened to the whales’ singing, today I am open for new adventures. Inspired by my beach-neighbours of the other day, I drive to DT Fleming Beach, known for strong current and short waves. Despite the fact that it lacks any option for rental boards, I go there and see how it turns out.
Am Fleming Beach gibt es nicht viel: Lifeguards, ein teures Hotel und natürlich einen Golfplatz. Dazu abgezählte Parkplätze und einen Sandstrand, der ganz ohne Riff steil in eine kurze Brandungswelle abfällt. Nachdem ich eine Weile (ganz Yoga, innerlich) schattig und entspannt am Strand saß, höre ich mich plötzlich am Kiosk sagen: “in blau, bitte.”
…and here I go with my brand-new boogie board
Not much to be told about Fleming Beach: small parking lot, lifeguards, expensive hotel with a golf course. The beach front is steep without riffs, resulting in one short (but strong) wave, breaking half a meter upfront the shore. Me, being totally at ease in the shades (inner yoga!), suddenly hear myself speak up at the beach hut: “…in blue, please.”
first attempts
Mit meinem brandneuen Boogie Board werfe ich mich in die Fluten. Es ist lustig, auch wenn es nicht halb so viel Fun ist wie Surfen in Waikiki. Egal, eine neue Erfahrung ist es allemal, und es ist ideal, um meine neuen Surf-Shirts auszuführen.
Thanks to my brand-new boogie board, I jump in the waves, playful. Still, it is not half the fun compared to surfing Waikiki. However, I love trying out something new and it brings my surf shirts back into the ocean.
holding on
Die nordwestliche Küste von Maui ist eine Mischung aus ruhig und teuer – alles rund um Kapalua ist hübsch, irre gepflegt und dominiert von noblen Resorts. Weswegen ich eine gute Stunde weit weg wohne.
Northern Maui around Kapalua is dominated by expensive resorts – it comes as no surprise that my comfy condo is about an hour drive away.
Kapalua region
Meine abendlichen Konzerte am Strand werden inzwischen routinierter: meine Finger müssen nicht ständig überlegen, meine Nervosität wird geringer. Mein Publikum zum Glück nicht.
Contrasting new trials throughout the day, I settle to steady routine with my sunset concerts. Fortunately, the nervousness when playing among other people has significantly reduced by now, I might be up for further concert tours from here on!
Can’t imagine travelling without my ukulele anymore :-)
Wenn das Leben planbar wäre, wo bliebe der Überraschungseffekt? So ähnlich ist das mit Urlaub.
Ich fokussiere das Sightseeing auf die Erkundung der Strände. Maui hat so viele schöne Strände und Buchten, dass ich nur einen Bruchteil besuche, aber Sandkörner zählen ist hier müßig. Mein Inselhopser (Nissan Kicks) trägt mich zum Kahekili Beach: Wäre die Wiese noch perfekter, sie wäre ein Golfplatz. Ich sehe mich sicherheitshalber noch mal um: keine Löcher, keine Fähnchen, das hier ist tatsächlich ein Beach Park. Im Schatten einer Palme sinke ich anmutig auf mein Strandtuch und tauche ein in sanfte Yoga-Bewegungen.
Life as planned would be as boring as anything, right?
Same is true for holidays. I focus my sightseeing on Maui’s beaches. Not that I will be able to see them all, but who would count grains of sand on such a beauty of an island? Thanks to my hopser car (Nissan Kicks), I get started with Kahekili Beach. Perfect grass makes me double-check: no wholes, no flags – this really is a beach park. I spread my towel in a palm tree’s shadow and get down to a bit of yoga.
Kahekili Beach Park, Maui
Es ist der beste Schnorchelstrand der Insel: Einen Schritt entfernt vom schmalen, sandigen Ufer beginnt ein Korallenriff mit schillernder Unterwasserwelt. Es bleibt kaum genug Anlauf, um über die Flossen zu stolpern. Im Vergleich zur gestrigen Küste sind hier viel mehr und vor allem buntere Fische unterwegs. Natürlich auch Schildkröten, Ehrensache.
This is the ideal snorkeling beach: just one step away from the shore, coral riffs welcome you to an amazing underwater-world. Compared to yesterday’s coast, there is far more variety of colourful fish in this spot. Turtles as well, of course.
Whales out there!
Das Beste kommt aber noch: Ich plaudere angeregt mit ein paar anderen Strandbesuchern, als weiter draußen mehrere Wale auftauchen. Inklusive Wal-Männchen, das sich in die Luft schwingt und mit vollem Körpereinsatz zurück ins Wasser springt. Inklusive Wal-Weibchen und Jungtieren und dem Gerangel um wer-lässt-wen-in-Frieden. Auf Fotos habe ich nur die weit entfernte Heckflosse des großen Wals erwischt. Im Herzen aber habe ich Walgesänge: Ich begebe mich umgehend zu einem weiteren Schnorchel-Trip und kann unter Wasser die Rufe der Wale hören. Ich bekomme immer noch Tränchen in die Augen, wenn ich daran zurückdenke…
The best is yet to come: Whiile talking to other beach visitors, we spot several whales. Among them a big male one, jumping out of the sea and falling with his full, giant body back into the water.. It is impressing how a female with youngsters and one or two male ones struggle to avoid a fight. A lot of fin-water-swirling and other showing off, probably less fun for the harried whale mum. I decide to go for another round snorkeling and then, head under water, hear the singing of the whales. This is incredibly amazing, I still get half a tear in my eye just by the thought of it.
See the rear Fin?
Auch wenn ich ursprünglich dachte, dass ich auf Maui jeden Tag surfen würde (was, ganz offensichtlich, bisher nicht passiert) – niemals wäre ich auf die Idee gekommen, Walgesänge während einer Schnorchel-Runde auf meine Bucket-List zu setzen. Oder auf Tuchfühlung neben einer Riesenschildkröte zu stehen, wenn ich doch nur ein bisschen Ukulele spielen wollte.
Hawaii zeigt mir, dass zufällige Erlebnisse viel mehr bedeuten können als abgehakte Wunschlisten. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht…
Even though Maui was supposed to become a surf-every-day trip (which it is, obviously, not in reality) – how could you plan hearing whale-singing during snorkeling? Resuming this, I rather accept unfulfilled expectations when remaining open to such unforeseen events.
Es hat gute drei Jahre gedauert, bis ich bereit war für die große Tournee. Oder für tägliche Strandkonzerte mit meiner Ukulele. Oder dafür, nicht mehr bei jedem Griff auf meine Ukulele zu starren, und Finger / Saiten / Text zu sortieren. Drei Jahre beim besten Ukulele-/Gitarrenlehrer Münchens. Neben den vier Saiten meiner Ukulele habe ich vor allem Singen gelernt, wer hätte das gedacht?! Alles für diesen Moment! Meine erfreuliche Strand-Bekanntschaft Sandy hat spontan ein Video davon gedreht, und sehet, der Wind rauscht gar wunderbar ;-)
Unbenommen ist jedoch der große Spaß, den ich jeden Abend am Strand hatte. Gibt es etwas Schöneres, als die Betrachtung des Farbspiels, der Wellen; die Suche nach Walen; den Genuss eines guten Weißweins in einem lustigen Trinkbecher – all das zusammen mit begeistert winkenden Menschen und der Freude, einem kleinen Instrument fröhliche Klänge zu entlocken. Für mich ist es eins der Highlights meiner Urlaube!
Three years – that is how much it took me to get here. To start the great tour around the world! Three years with the best ukulele / guitar teacher in Munich. Years for learning, unexpectedly, that I can sing! Great joy, to nut only press & play, but actually make music yourself, let it follow your mood and your preferences. It is one of my ultimate holiday pleasures – an eye on changing colours during sunset, a smile to folks passing by and 10-30 minutes of my favourite songs.
Sandy, a wonderful girl roughly my age, was so kind to enable a video of one of my beach concerts. Guess, the wind puts in extra atmosphere ;-)