Ist es ein Schneeball? Ist es ein Alpengipfel? Nein, es ist Superhector in seinem Winteroutfit „Rollendes Iglu“
Ich muss im Winter nicht campen. Aber schön zu wissen, dass ich es könnte: dank Gasheizung und beheizten Wassertanks ist es zumindest theoretisch möglich. Praktisch ist das jedoch nicht, aber darum geht es hier gar nicht. Sondern um die Basics.
Fest steht: Hector ist der Größte, vor allem von innen. Auf nur 5,60 m Länge bietet er zwei Zimmer, Küche, Bad. Der Trick dazu ist die Höhe: Hector hat als kleines Bus-chen häufig im Regen gespielt und ist dadurch rund 35cm höher gewachsen als die meisten seiner Artgenossen. Und so verbirgt sich oberhalb der 2m Stehhöhe ein Hubbett, das nachts auch großgewachsenen Menschen sternenbeschienenen Schlafkomfort bietet. Immer begleitet von der Frage, ob die maximal zulässigen 150 kg inklusive oder exklusive Lattenrost & Kaltschaummatratze gelten…
Eine Etage tiefer bietet das Wohn-/Esszimmer eine vollwertige Dinette (Tisch + 2 Sitzbänke), die dank Bankverbreiterung ein zweites Doppelbett auf 1,80m x 1,30m oder ein Loungesofa hervorzaubert.
Bett unten
Oder zwei ausgewachsene Mountainbikes aufnimmt (Tisch umdrehen) oder den Getränkevorrat beherbergt oder sperriges Gepäck oder weitere Funktionen, die ich noch gar nicht entdeckt habe. Das Ganze gekrönt vom Weinregal, das seitlich die hintere Sitzbank schmückt.
Blick in’s Heck: hinten rechts versteckt sich das Bad
Das Bad im Heck bietet alles, was man braucht, auch wenn die Dusche eher theoretisch vorhanden ist. Macht nichts, dank Fenster und Außen-Halterung (unbedingt kaufen für Saison 2015!) lässt sich der Wasserspaß bei „wilden“ Standorten nach draußen verlegen. Das winzige Bad ist übrigens die einzige Komfort-Einbuße gegenüber doppelt so großen Luxuslinern, die mir bisher aufgefallen ist. Andererseits: Luxusliner stehen eh nur auf luxuriösen Campingplätzen mit luxuriös gekachelten Waschhäusern, also büßen die Monstergefährte ihren Vorteil gleich wieder ein, ätsch.
Die Winkel-Küche hat erstaunlich viel Platz, der Kühlschrank samt Eisfach ebenso und der Kleiderschrank hat seit meinem Eigen-Umbau genug Potenzial für 3-Wochen-Klamotten-für-zwei. Zumindest, solange im Dielenschrank auch noch ein bissl Platz für Jacken, Pullis und Krimskrams bleibt, aber dafür ist der Dielenschrank ja schließlich da. Und wird durch die Bibliothek (Plan 2015!) im Platzangebot auch nicht dezimiert. Weitere Staufächer verstecken sich in der vorderen Sitzbank, im Küchenboden und in der Badezimmer-Rückwand, und natürlich hat auch die Küche noch einige Schränke und das Beste aller Vorratsfächer zu bieten. Letzteres wird bequem von der Hecktür aus befüllt und steht dank Zugriff von oben (Ausschnitt / Deckel in der Arbeitsfläche) im Innenraum genauso gut zur Verfügung.
Theoretisch ließe sich auf die Hinterachsen-Verstärkung und Anhängerkupplung ein Motorrad-Ständer anbauen. Aber erstens habe ich Vorurteile gegenüber Motorradfahrern, die nicht die gesamte Distanz zweirädrig überwinden, und zweitens waren die Triumph-Zeiten zwar eine glorreiche Ära, sind aber nun vorbei. Stattdessen ist nun mindestens ein Fahrrad an Bord (passt in den Innenraum oder in’s Bad) und die Lust auf Bewegung hat sich gewandelt: Yogamatte statt Lederkombi lautet die Devise.
Auch wenn neuere Ducato-Modelle schicker sein mögen, Hector hat als 2005er-Baujahr einen Riesenvorteil: er ist robust. Technischer Schnickschnack hält sich vornehm zurück, hier arbeiten noch Nockenwelle, 5-Gang-Getriebe, Schweißnähte und Zahnriemen hörbar mechanisch miteinander. Für die Vermessung der Außentemperatur streckt man die Hand aus dem Fenster und der Durchschnittsverbrauch wird durch Kopfrechnen ermittelt. Immerhin hat Hector die Vollausstattung abgekommen, also 2 Airbags, ausfahrbahre Trittstufe und elektrische Fensterheber. Wann immer ich in einen Engpass geraten sollte: jeder Handwerker in ganz Süd-Mitteleuropa wird mir souverän helfen können (und parkt mir das Gefährt auch gern rückwärts in einen besonders engen Parkplatz ein). Längere Distanzen schnurrt der Motor nur so runter und die Inspektion mitsamt Ölwechsel ist so günstig, dass sie sich auch ein Kleinbetrieb im Mindestlohnumfeld leisten kann.
Kurz: Ich habe den tollsten Bus der Welt und blicke freudig jeder neuen Straße entgegen!
Es ist keine drei Tage her, dass ich anfing Hectors Sammelsurium auszuräumen, und prompt räume ich es schon wieder zurück: Mitte September lockt hitziges Spätsommerwetter, also geht es kurzfristig zu einem Wochenendausflug. Geplant ist eine Fahrt zum großen Ahornboden, als Alternative ist auch der Bodensee im Programm. Hector kann jedoch erstaunlich stur sein, und so folgt er wie vom Bindfaden gezogen dem Sommerwetter und kommt erst in Chieming, wenige Meter vom Chiemsee entfernt, zum Stehen. Nun gut, im Chiemgau war ich lange nicht und die Gegend bietet viel Wasser (etliche Seen), Alpenblick, hübsche kleine Ortschaften und etliche Übernachtungsmöglichkeiten, ohne dabei jedoch völlig dem Tourismus-Trubel anheim zu fallen. Das ist definitiv besser als der Bodensee und nur wenig weniger schön als der Ahornboden, der gewitterbedingt bis zum Indian Summer 2015 warten muss.
Gänzlich unvorbereitet stehen wir also am Ufer des bayerischen Meeres und sind mehr als angetan von der ruhigen Atmosphäre – mehr als drei Touristen auf einmal bekommt man hier vormittags nicht zu sehen.
Nach dem Genuss einer „Chiemsee-Pizza“ mit Äpfeln, Ziegenkäse und Pinienkernen lande ich ohne größeres Zutun in einem der kleinen Elektroboote, die am verschlafenen Bootssteg verliehen werden. Sanft tragen die Wellen das kleine flache Boot auf die Insel Herrenchiemsee zu, die jedoch genauso wenig näher kommt wie die Wolke kurz vor der Sonne. 30 min. später ist die Insel immer noch einige km entfernt, so ein Elektroboot ist eben keine Yamaha-Yacht. Macht nichts, in den schaukelnden Wellen, die uns der kreuzende Ausflugsdampfer beschert, lässt sich die Sonne herrlich genießen und außerdem bietet die Bootsperspektive beste Orientierung für die Frage nach dem schönsten Uferstrand.
Das unerwartet heiße Wetter und die Aussicht auf ferne Gewitterwolken am Alpenkamm verführen zu grenzenloser Faulheit. Gekühlter Rosé-Wein, süße Weintrauben und die auf dem See glitzernde Sonne tun ihr übriges und so lässt sich der Nachmittag prima vertrödeln.
Zwischen Nachmittag und frühem Abend steht plötzlich die Frage nach der Übernachtungsmöglichkeit vor mir. Die Campingplätze direkt am Chiemsee sind eng gedrängt, was für Hobby-Voyeure sicher super ist. Ich suche mir lieber etwas mit mehr Freiraum. Einige Restaurants und Höfe rund um den Chiemsee bieten Stellplätze für Wohnmobile an: abseits der Seen, dafür aber mit viel Ruhe und Platz. Oder doch lieber direkt an’s Wasser? Die Lösung liegt am Waginger See, genauer: am Campingplatz zwischen Waginger und Tachinger See, am Ortsrand von Tettenhausen. Auch hier, wie fast überall im deutschsprachigen Raum, ist der Großteil des Geländes fest in Dauercamper-Hand. Direkt am See aber lockt eine freie Wiese mit Blick über dem moorigen See und einen kleinen Ruderboot-Steg.
Träge geht die Sonne unter und träge endet auch der spontane Urlaubstag: das Restaurant am Platz serviert Wild und Wein. Am nächsten Morgen gibt es nach einem kurzen Sprung in den See sonniges Frühstück und dann geht es auch schon wieder zurück in den Alltag.
Das war ein entspanntes Erholungs-Wochenende ohne atemberaubende Wandertour, ohne Wildcamping, ohne Besichtigung und auch sonst ohne touristische Highlights – aber ohne meinen großartigen Campingbus wäre ich bestimmt nicht spontan im Chiemgau gelandet. Zwischen längeren Reisen sind es die spontanen Wochenend-Fahrten, die meinen eigenen kleinen Bus so wertvoll machen. Einfach los, einfach raus, einfach der Nase nach, das wird im folgenden Jahr sicher wieder viel Spaß und Erholung bringen!
Eine Woche Urlaub, verlängert um 2-3 Extratage – damit muss sich doch was anfangen lassen! Es ist Ende August und ich will an’s Meer. Am liebsten in die Normandie und Bretagne, wo Kultur und raue See und grüne Wiesen und Erholung und windige Sonne warten. Die Verlockung ist groß genug, die relativ lange Strecke von 1.300 km in Angriff zu nehmen und so fährt Hector zwei Tage lang haken-schlagend nach Westen.
Einmal dort angekommen zeigt sich, dass die Bewohner im nordwestlichen Teil Frankreichs viel entspannter und freundlicher sind als die südlichen Mittelmeer-Beaus. Dazu kommt, dass die Gegend den Charme süd-englischer Cottages à la Rosamunde Pilcher versprüht, also eigentlich beste Bedingungen für acht Tage Urlaub. Wäre da nicht Hectors unbezwingbarer Wille, der Sonne zu folgen. Da kann man noch so oft „Granville“ in das Navi eingeben, wenn es dort Hunde und Katzen regnet, richtet sich der Kühlergrill stoisch gen Süden aus.
Urlaub als Vision: So soll das aussehen! sagt Hector
Zum Glück bleibt vorher noch ein Tag mit mildem Spätsommerwetter, um den weltberühmten Mont Saint-Michel zu besichtigen. Er ist alles auf einmal: eine kleine Insel, eine Festung, eine Kathedrale, ein Dorf, ein Touristenmagnet, ein Wildwuchs architektonischer Details, ein Hingucker und neben all dem auch noch die exakte Grenze zwischen Normandie und Bretagne.
Nantes habe ich nur auf der Durchreise gesehen, es soll sich jedoch lohnen (Christine kennt sich dort mittlerweile deutlich besser aus). Hector und mich hat es dagegen in das Charente-Maritime verschlagen: eine eher wenig bekannte Urlaubsregion, die vorwiegend von der französischen Unterschicht (erkennbar am unglaublich schlecht erzogenen Nachwuchs) und freundlichen Briten genutzt wird.
Rund um Royan gibt es wenige Highlights: den mitten im Meer stehenden und ältesten Leuchtturm des Landes Phare de Cordouan und das Estuarium als rundum-Info-Zentrum an der Gironde-Mündung. Daneben kann man noch auf ein paar Bunker-Ruinen herumklettern und den Hochseilgarten erklimmen, aber dann bleibt neben einer Radtour und endlosen Strandwanderungen wirklich nichts mehr zu tun. Wenn man dann auch noch die kleine Kirche von St. Georges de Didonne gesehen hat und im Kontrast dazu das modern-scheußliche Gotteshaus von Royan, kommt fast schon Langeweile auf. Schließlich kann man nicht ewig das Hinterland erkunden oder Austern sammeln und auch die angebotenen Bootstouren und Wanderwege werden bestimmt nach ein paar Wochen langweilig.
Ein typischer französischer Wanderweg
Kurz, es ist die ideale Gegend, um eine volle Woche lang nichts zu tun.
Romanische Kirche in St.-Georges-de-Didonne
Meist reise ich mehr als ich verweile, aber in diesem Urlaub ist meine innere Unruhe erstaunlich milde gestimmt. Nach der Anreise über Kehl und den Mont Saint-Michel genieße ich volle 7 Tage und Nächte lang Sommerwetter am Campingplatz Bois Soleil, bevor ich für den Rückweg von 1.333 km zwei Tage einplane und für dieses Jahr das Meer endgültig hinter mir lasse.
Der Trick ist, sich eine lange Etappe nicht vorzunehmen. Das kenne ich schon von früheren Motorradtouren, bei denen ich völlig unerwartet über tausend Kilometer lang stoisch nach Hause fuhr (meist passiert einem das auf dem Rückweg) und dann vor lauter Autobahn-Sitzhaltung kaum noch vom Triumph-Sattel herunter kam. Nun passiert es mit Hector: die Lieblings-CD läuft rauf und runter und im Random-Modus und langsam werde ich textfest. Das Wetter hält, so dass wir laut trällernd (ich) und gleichmäßig brummend (Hector) nach Osten fahren. Die Schlösser der Loire locken mit bekannten und unbekannten Sehenswürdigkeiten, aber das ist mir zu früh für einen Zwischenstopp. Die Champagne soll ja auch ganz nett sein, aber auch hier ergibt sich höchstens mal ein kurzer Halt zum Auftanken, bevor Heimweh oder Rückenwind uns weiter treiben. Für das Elsass hatte ich schon schöne Adressen herausgesucht, um lecker zu Abend zu essen und dann auf dem dazugehörigen Parkplatz zu übernachten, aber fünf Uhr nachmittags ist eindeutig zu früh und Hunger habe ich gerade auch nicht. Hinter der Grenze tanke ich in Karlsruhe und überlege, einen ehemaligen Bekannten anzurufen zwecks Treffen + Übernachtung. Ach, ewig nichts mehr gehört, ich weiß nicht… Inzwischen ist es dunkel geworden und ich bin nördlich des Allgäus unterwegs, jetzt lohnt sich Anhalten auch nicht mehr! Um 23:00 Uhr rollt Hector schnaufend aus und wir stehen vor unserem Zuhause.
Der zweite geplante „Fahrtag“ wird genutzt, um Hector abzuspecken: die Saison 2014 ist bald vorüber und den Winter über lagert ein Großteil des Zubehörs in den heimischen 4 Wänden, wo es trocken und warm ist.
Ein wenig wehmütig wische ich etwas Reisestaub von der Karosserie und freue mich jetzt schon: So wie die Wolken über den Himmel ziehen, ziehen auch wir bald wieder durch die Welt…
Alle verfügbaren Wetter-Apps sind sich einig: Montag ab 7:00 Regen. Um Punkt 7:00 setzt Dauerregen ein und ich frage mich: wenn die sich so gut auskennen, ist das nicht verdächtig – gibt es ein Kartell der Wetterfrösche, die das Wetter kontrollieren??
Für uns heißt es: startklar und gen Süden! Der Weg führt vorbei an Châteaubriant und auch wenn mir erst Wochen nach dem Urlaub einfallen wird, warum mir der Name bekannt vorkommt, entschließen wir uns zu einen Zwischenstopp. Nach Besichtigung der Innenstadt (mittelalterliche Abschnitte und sterbende Geschäfte), der mächtigen Kirche und der Schloss-/Burganlage meldet sich der Hunger. Das weniger-abschreckende der beiden Bistrots des Ortes ist genau richtig, um ein richtig gutes Restaurant empfohlen zu bekommen: am Rande der Innenstadt in die Ausfallstraße einbiegen, eine Treppe hoch und im Hinterzimmer erwartet uns ein gemütlich-schlichtes Ambiente mit umwerfend gutem Essen. Schon bei den Vorspeisen sind wir hin und weg, die nächsten Gänge und auch Cidre und Kaffee halten das Niveau und als wir zum Schluss 13,- EUR je Person zahlen, ist es uns fast peinlich. Rindfleisch nach Art von Châteaubriant war zwar nicht dabei, aber die Tagesgerichte von „Le Relais d’Eugénie“ sollte man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen, wenn man auch nur in der Nähe des Ortes ist!
Eglise Sainte-Croix in Châteaubriant
Das nächste Etappenziel ist Nantes: Während Christine sich aufmacht, die Stadt und die vielbesungene Loire-Brücke zu erkunden, fahren Hector und ich den Regenwolken davon und halten erst 60km südlich von La Rochelle an. Vermutlich liegt es daran, dass hier zusätzlich zum weiten Atlantik auch die Gironde mit 6km Breite vor der Tür der Anwohner liegt, jedenfalls braucht hier keiner extra-Regen oder wenn, dann nur nach 23:00 Uhr.
Zuerst halte ich in St. Palais sur Mer, finde jedoch alle vier nebeneinander aufgereihten Campingplätze zwischen Küstenstraße, See-Promenade und Souvenirständen doof. Also noch ein paar Meter weiter fahren, vorbei an Royan und in St. Georges de Didonne ankommen. Hier finde ich meine Variante eines guten Campingplatzes: Ruhige Lage, aber in fußläufiger Entfernung zum beschaulichen Ortskern. Direkt hinter der Düne und trotz fehlender Meer-Sicht in Hörweite der rauschenden Brandung. Es dauert nur 15 Minuten bis Hector sich französischen Atomstrom einverleibt und ich mit einem Glas Cidre im sonnenwarmen Sand sitze und auf’s graublaue Meer blicke.
Erst am Abend stellt sich heraus, dass die ruhige Lage zwischen 21:00 und 23:00 nicht gilt: die Camping-Animations-Open-Air-Disco beschallt weit mehr als nur das benachbarte Restaurant und so gibt es fortan jeden Abend 80er-Jahre-Best-of-Popmusik (oder was sie hier dafür halten) satt.
Das ist als einzige kleine Einschränkung verschmerzbar, denn ansonsten halten die nächsten 7 Tage genau das, was ich mir davon versprochen habe: Nach dem ersten Kaffee 20 Minuten Schwimmtraining im ausreichend großen Pool. Frühstück, Tee am Strand und gelegentlich 1,5km über den endlosen Strand (am schönsten: bei Ebbe) nach St. Goerges „downtown“ schlendern. Lecker essen oder gute Zutaten einkaufen (und später am Bus lecker essen). Am Nachmittag, wenn die Flut herein kommt, in den Wellen toben. Viel lesen, viel schlafen, viel auf’s Meer schauen.
An einem der Tage taucht im Pool neben mir eine Schwimmerin auf, die mit ihren > 70 Jahren locker mein Tempo mithält und zusätzlich 1-2 km mehr schwimmt. Ich lerne Ida kennen, ehrbare britische Dame und pensionierte Lehrerin, die mit 60 Jahren Open-Water-Swimming für sich entdeckt hat und nur bei allzu hohen Wellen ihr Training in den Pool verlegt. Ich bin beeindruckt, lerne später auch noch ihren Mann Tony kennen und verbringe zwei vergnügliche Abende mit den beiden. Reiselustige Zeltcamper sind immer für unterhaltsame Urlaubsgeschichten gut und so geht uns der Gesprächsstoff nicht aus.
Dinner mit Ida & Tony
Ein anderer Tag beweist, dass man auch mit dem billigsten aller Klappräder eine ernsthafte Fahrradtour unternehmen kann: in nördlicher Richtung kann man prima die Küste entlang radeln, hinter Royan und St. Palais sogar in einem unbebauten Pinienwald mit endlosen Strandkilometern und viel, viel Platz und Weitblick. Als ich 35 km später wieder zurückkomme, habe ich einen ordentlichen Muskelkater und schiebe ihn auf gelegentlichen Gegenwind.
Stelzenhütten zum Netz-Fang kleiner Krebse
In südlicher Richtung verlässt die Küste den Atlantik und führt statt dessen entlang der Gironde ins Landesinnere. Davon merkt man entlang der wechselnden Abschnitte von Steilküste, Mischwäldern und Sandbuchten allerdings nichts, da müsste man schon einige Kilometer weiter fahren. Die Wanderwege in diesem Bereich sind typisch französisch, also schlecht beschildert und streckenweise von Wald und Gestrüpp zugewuchert. Die einsamen Buchten mit ihren Stelzenhäuschen und Sandstränden sind die Mühe jedoch wert, von den tollen Fotomotiven ganz zu schweigen!
Gullivers Reisen? Alles eine Frage der Perspektive…
Insgesamt bleibe ich für meine Verhältnisse ungewohnt lange an einem Fleck, nämlich volle 7 Nächte an ein und demselben Camping am Meer. Offenbar habe ich ein wenig Ruhe und Nichtstun gebraucht, sonst hätte ich sicherlich mehr unternommen. Für dieses Jahr aber genieße ich den faulen Spätsommer und nehme mir vor, in einem der nächsten Jahre mindestens 4 Wochen am Stück wegzufahren und dann die Westküste von der Normandie über die Bretagne, mit Ausflügen zu den Kanalinseln und dann immer weiter nach Süden bis Spanien abzufahren. Ja, Hector und ich haben noch viel vor…
Die Anfahrt von Kehl über Strasbourg, vorbei an Metz und schließlich über die wuselige Péripherique von Paris führt durch eher unspektakuläre Landschaften und hat vor allem ein Ziel: die Überwindung von 843 km bis in die südliche Normandie. Als wir dort von der Autobahn abfahren, sind wir auf Anhieb bezaubert vom Charme der Gegend: pittoreske Steinhäuser mit weißen oder grünen Fensterläden, sattgrüne Wiesen zwischen niedrigen Büschen und Bäumen, Blumen überall dazwischen und wellige Straßen, die sich im Hinterland der Küste durch malerische Cottages schlängeln… Ja, es gibt einen guten Grund, warum ich dieses Jahr schon zum zweiten mal hier her wollte. Wir sind so verzaubert, dass wir vergessen, während der Fahrt Fotos davon zu machen.
…ist ja nicht so, dass es zu wenig Fotos gäbe…
Zunächst fahren wir Granville an, das mit einem schönen Altstadtkern und einem Campingplatz am Meer lockt. Angesichts der unerbittlich fortschreitenden Abendstunden rufe ich sicherheitshalber am Platz an, bis wann wir ankommen dürfen und wie wir am Folgetag zum Mont-Saint-Michel aufbrechen können. Die Antwort (bis 19:00 Uhr, Sonntags kein Busverkehr) ist ernüchternd, und so hängen wir noch eine halbe Stunde Fahrt dran und übernachten stattdessen am Camping Saint Michel in Courtils. Der Empfang ist freundlich, der Platz mit 15,- EUR/Nacht unerwartet günstig und am nächsten Morgen geht um 10:00 Uhr ein direkter Bus zum Mont-Saint-Michel, dem Ziel dieser Etappe.
Das Wetter hält und lockt mit windstillen, milden Temperaturen. Bevor der Bus kommt, haben wir noch genug Zeit, um den örtlichen liebevoll gestalteten Laden mit regionalen Spezialitäten näher zu begutachten: Galettes-Kekse oder Calvados, Camembert oder Cidre, was darf es sein? Einige kleine Einkäufe später bringt uns der Bus für 2,30 EUR pro Person bis zum Informationszentrum der Bucht von Saint Michel und schon haben wir erneut die Qual der Wahl: geführte Wattwanderung, Pferdekutsche, Zubringerbus „Navette“ oder Fußweg über die nagelneue Brücke? Der Fußweg gewinnt und kurz darauf nähern wir uns in der Vormittagssonne der beeindruckend bebauten Insel. Obwohl die „Insel“ aktuell im Watt statt im Wasser liegt, ist der Anblick imposant.
Bisher erscheinen die Touristenströme erfreulich dünn, was sich erst in den engen Gassen des Mont-Saint-Michel selbst ändert. Zwischen zwei- bis dreistöckigen Steinhäusern führt eine schmale Straße bergauf und erinnert an eine Mischung aus Rüdesheimer Drosselgasse und mittelalterlichen Burgstädtchen – inklusive einer Unmenge an Souvenirshops, Restaurants und vor allem Touristen. Alle nervig, bis auf uns beide natürlich. Zehn Postkarten und ein frühes Mittagessen später erklimmen wir den oberen Teil der Insel mit seiner Klosteranlage. Für 9,- EUR Eintritt/Pers. lassen wir uns durch die unterschiedlichen Bereiche der Abtei treiben. Der meiste Teil ist gotisch und entsprechend großzügig angelegt. Je näher wir der Bergspitze kommen, umso mehr treten ältere Bestandteile zutage, schließlich ist der Kern der Anlage mehrere Jahrhunderte älter (und romanisch) als die von außen sichtbare Steinhülle.
Hoch über der architektonischen Pracht thront die aus Kupfer gefertigte, golden strahlende Statue des Heiligen Michael, die ihn im Kampf gegen einen geflügelten Lindwurm zeigt.
Mindestens genauso schön wie die Anlage an sich ist der Blick über die offene Bucht in Richtung des offenen Meeres. Gemächlich wird die Wattlandschaft von Wasser überspült und geht weiter am Horizont in unendliches Blau-Grau über. Im Inneren betreten wir als nächstes den Kreuzgang, der einer der schönsten Bereiche der ganzen Abtei ist.
Die Abteikirche ist in ihrer schlichten Pracht und schieren Größe genauso spannend wie die Suche nach kleinen Details, die auf den Stilmix über die Jahrhunderte hinweisen. Die Gebäude der Klosteranlagen sind nur wenig verschnörkelt, da das Baumaterial (überwiegend Granit) keine filigranen Verzierungen zulässt. Lediglich in einigen nach innen gewandten Bereichen finden sich daher Verzierungen oder verspielte Säulen, was dem Bauwerk eine erhabene Note verleiht.
Das Refektorium ist auf seine ganz eigene Art überzeugend, wenn auch eher durch die Schlichtheit des symmetrischen, leeren Raums und durch das modern-kunstvoll gestaltete Deckenlicht als Ansammlung etlicher einzelner Glühbirnen. Neben kirchlicher Pracht ist der Bau aber auch ein Bollwerk, mit Schießscharten und dicken, widerstandsfähigen Mauern. Kurz nach einem großen Saal, in dem sich die Ballszene aus dem Klassiker „Tanz der Vampire“ stilecht nachspielen ließe, betreten wir plötzlich den alten Kern des Gotteshauses: eine kleine, sehr schlichte Kapelle, die den Ursprung der anno 708 gegründeten Anlage darstellt.
Nach gefühlten zwei Stunden in der Abtei sind die Sinne für Architektur und alten, grauen Steinen erschöpft und wir gönnen uns zur Erholung den Blick von der Klostermauer über die Bucht, lassen die Beine Baumeln und den Blick schweifen.
Hat uns das Kloster erleuchtet? Vielleicht…
Der passende (und einzige) Bustransit zur Rückfahrt nach Courtils kommt uns um 17:05 Uhr gerade recht, so dass wir den milden Abend mit leichter Campingküche und ein paar fiesen Mücken ausklingen lassen.
Der nächste Tag hält sich genauso rigoros an den Wetterbericht wie der vorhergehende: pünktlich um 7:00 Uhr setzt Nieselregen ein, der sich in den nächsten zwei Stunden zu einem grauen Bindfadenwetter verstärkt. So gern wir noch hier bleiben würden (es locken immer noch Granville, die Smaragdküste, Jersey und weitere Kanalinseln sowie etliche raue Küstenabschnitte), bei Dauerregen über volle 4 Tage ist das keine Option. Also machen wir Hector startklar und brechen auf gen Süden.
Schon zum zweiten mal dieses Jahr geht es in die Normandie und/oder Bretagne. Bereits im Mai hatte ich die Westküste angepeilt, bin dann jedoch im äußersten Südosten der „Bretagne“ gelandet, am entferntesten Punkt in Argelès sur Mer. Aber jetzt ist August und damit einer der regenärmsten Monate der Bretagne, zumindest lt. Wikipedia. Was Wiki jedoch nicht auf dem Schirm hat ist der Einzug eines hartnäckigen Kaltwetter-Regen-Tiefs von Norden, aber so weit sind wir noch nicht.
Die Gegend von zarter Piccata Milanese aus betrachtet
Noch ist Freitag und die Sonne jagt weiße Wölkchen über den Himmel Süddeutschlands. Kurz vor Stuttgart wird mir die Autobahn zu voll und zu staulastig und so konsultiere ich zunächst das Navi (Schweigen, schwarzer Bildschirm) und dann die Straßenkarten. Als alter Reisehase finde ich mich auch auf die altmodische Tour zurecht und werde nach diversen Bundes- und Landstraßen erst bei Tübingen vom knurrenden Magen abgelenkt. Gut, dass ordentliche Bürger regelmäßig vor ihrer Haustür kehren und Unkraut zupfen, so kann ich mich durchfragen bis ich in einem kleinen Stadtteil am örtlichen Sportplatz unerwartet lecker und mit Ausblick einkehre.
Kurz darauf geht es kurvig durch den Schwarzwald. Ich war noch nie hier und die Fahrt macht richtig Spaß. Verlockende Natur und verschlafene Kurorte mit Kurschatten-Charme der frühen 80er wechseln sich ab. Hector nimmt Kurve um Kurve unter die Allwetterreifen, während durch die offenen Fenster würzige Luft herein weht. Unter dem sonnigen Wolkenhimmel erstrecken sich Abschnitte mit Obst und Getreideanbau, durchsetzt von dunklen Wäldern und sportlichen Passkurven. Die Durchfahrt durch Freudenstadt zeigt eine wahre Bilderbuchkulisse, aber eine ausgiebige Besichtigung hebe ich mir für eine andere Gelegenheit auf.
Am späten Nachmittag rolle ich auf den Campingplatz Kehl, nur wenige Meter hinter dem Rhein mit offener Wiesenfläche für Zelte, Campingbusse und sonstige Gefährte. Während Christine noch kräftig im Baseler Büro wirbelt, sehe ich von Kehl aus schon mal rüber ins Nachbarland und zerbreche mir ein wenig den Kopf über Wetterprognosen, Westküsten-Entfernung und mögliche Reiseziele. Angesichts drohender Dauerregen-Vorhersagen habe ich am Vorabend noch schnell einen weiteren Reiseführer gekauft, um den Radius auf südlichere Breitengrade ausweiten zu können.
Dort, auf der anderen Flussseite, liegt Frankreich. Sieht eigentlich gar nicht so anders aus…
Als Sonne und Tageslicht sich verabschieden, kommt Christine an und wir spielen die verschiedenen Optionen durch: Schnell wird klar, dass am weltberühmten Mont-Saint-Michel kein Weg vorbei führt, was für den Sonntag wettertechnisch auch gut passt. Die Frage ist nur: und dann?? Wir werden sehen…
Nachdem mir ehemalige Projektkollegen als Abschiedsgeschenk ein Panoramabuch über die Kitzbüheler Alpen vermacht haben, bin ich um Anregungen für Ausflüge nur selten verlegen. Im August führte nun die Ankündigung des Brixentaler Bergleuchtens zu dem Plan: Mädels, wir fahren bergauf!
Hector platzt fast vor Stolz, als nach und nach 3 Grazien zusteigen und sich auf den Weg in die Haus-Alpen machen. Bewaffnet mit Vorräten und gekühlten Getränken sind wir bereit für den angesagten Ferien-Stau gen Süden, aber nichts da: Dieses Wochenende läuft vieles anders als geplant und der Stau findet grundsätzlich nur auf der Gegenfahrbahn statt, so dass wir bereits mittags bei 30° am Campingplatz Brixen ankommen.
Einmal mehr zeigt sich: Camping hat immer auch mit gelben Nummernschildern zu tun und so ist der Sprachkurs gleich inbegriffen. Die meisten Veranstaltungsschilder auf dem Campingplatz sind in holländisch verfasst, was jedoch keine Beeinträchtigung bei der Auswahl eines wunderbaren freien Wiesenplatzes darstellt. Hector frisst Alpenstrom und wir Mädels machen uns über die erste Runde Sekt und Häppchen her.
Die 30° werden immer drückender und angesichts aufziehender Wolkenberge werfen wir uns schnell Handtücher über und schlendern 500m zum Freibad mit Natursee. So schnell die Flipflops uns tragen, stürmen wir zum schönsten Rasenfleckchen am See und haben Sekunden später schon den großen Zeh in’s Wasser gesteckt. Erfrischend, ganz ohne Zweifel! Zum Glück ist der See nicht nur angenehm frisch, sondern auch angenehm klein: Seequerung fast-forward und ab auf’s Badetuch für 5 gemütliche Minuten Sommerluft. Nach so viel Entspannung beherzigen wir den Ratschlag (vielmehr: die nachdrückliche Gewitterwarnung) des freundlichen Bademeisters und flipflopsen einen Umweg am örtlichen „Billa“ vorbei, getreu dem Motto: Wenn schon Unwetter, dann wenigstens feucht-fröhlich! Passend zur Bergwelt gibt es Gösser Radler und Südtiroler Rotwein und schon schlappen wir im Wettlauf gegen die Gewitterwolken zurück zum Bus.
Das Timing ist perfekt, exakt 60 Sekunden nach Verstauen der Außenmöbel geht es auch schon los: ein Wolkenbruch wie aus dem Bilderbuch geht über das Tal nieder und wir freuen uns, dass wir weder einen Graben um das Zelt ziehen noch auf undichte Stellen aufpassen müssen. Hector stellt sich einfach stoisch in den Regen und duscht den Reisestaub ab, während wir drinnen den zweiten Gang auftischen.
Diverse Köstlichkeiten später werden wir für unsere Geduld belohnt. Das Brixentaler Bergleuchten mit seinen per Fackeln auf den Berghängen abgebildeten Vereinswappen, Mustern und sonstiger Kunst wurde zwar unwetterbedingt abgesagt, der bestellte Sonnenuntergang erfüllt dafür voll und ganz unsere Erwartungen. Drinnen beleuchten ein paar Kerzen die hereinbrechende Dämmerung und draußen färbt die untergehende Sonne die letzten Schleierwolken in Pastellfarben zwischen weiß-orange und rosarot.
Nachdem der Regen endgültig klein beigegeben hat, könnten wir eigentlich ins Dorfzentrum marschieren und die lokalen Wirtschaften, Kneipen und Gasthäuser durchtesten. Angesichts der mittlerweile zum Sofa verwandelten Sitzgruppe in unserem Bus fehlt dafür jedoch jede Notwendigkeit, so dass wir stattdessen bei Kerzenschein und Rotwein eine heimelige Pyjamaparty abhalten.
Die größte Herausforderung des Abends stellt sich bei der Schlaf-Frage: wer schläft wo und wenn ja wie viele?! Zuerst verbreitern wir das Loungesofa mithilfe des eingebauten Lattenrosts und schaffen damit die maximal mögliche Liegefläche des unteren Bettes: Laut Prospekt 1,85m lang, laut Zollstock echte 1,80m und diagonal ein wenig mehr, dafür jedoch nah an der Fluchttür und mit viel Luft und Sitzhöhe rundum. Als nächstes folgt das obere Bett: nach dem Entsichern beherzt am Griff ziehen und schon schwenkt der Lattenrost samt Matratze sanft herab. Leiter einhängen, hochkrabbeln und: Katrin liegt noch kaum oben, da will sie auch gar nicht mehr runter vom Schlaraffenland. Ich bemühe mich um gastgeberische Neutralität und bin selbst gespannt, wie wir mit dem Arrangement durch die Nacht kommen: Melanie kann sich unten quer, diagonal und dekorativ ausstrecken, während Katrin und ich uns die Höhenluft darüber teilen. Bei dem Auf- bzw. Abstieg zum/vom Hubbett und mit dem erhöhten Schwierigkeitsgrad, dass das halbe Bett bereits belegt ist, zeigt sich einmal mehr: regelmäßiges Yoga hilft enorm bei dem Versuch, sich in max. 40cm lichter Höhe sauber zusammenzufalten und um 270° zu drehen.
Camping = Flexibility!
Am nächsten Morgen lacht die Sonne durch das Deckenfenster und zumindest das Hubbett hat sich tatsächlich als veritables Doppelbett bewährt. Entspannt wacht die obere Reihe auf, wohingegen Melanie eigentlich noch ein paar Optimierungsnächte dranhängen müsste, um die Polster der Sitzgruppe in die bestmögliche Schlaf-Anordnung zu sortieren. Die Unebenheiten der Liegefläche sind eben doch spürbar, aber sie nimmt’s gelassen und wird mit Tee und Bergsonne belohnt.
Nach dem gestrigen fast-forward Tag können wir es heute ruhig angehen lassen. Das Wetter bleibt stabil und so genießen wir mehrere Runden Kaffee, Tee und Frühstücks-Happen in der kräftigen Augustsonne. Trotz der umtriebigen Dauercamper rundum (habe ich die gelben Nummernschilder erwähnt??) ist das Rauschen des nahen Wildbaches noch das lauteste Geräusch. Es ist einfach idyllisch hier, wie in einem Werbe-Trailer! Der Blick auf die Hohe Salve und die umliegenden Kitzbüheler Alpen macht Lust auf weitere Ausflüge mit Wanderungen, Mountainbike, Sommerfesten und Lama-Reiten.
Alles in allem begeistert der beste Hector der Welt einmal mehr: Die kürzeste verfügbare Ducato-Karosserie bewährt sich mit der einmaligen Raumaufteilung allein, zu zweit und nun auch zu dritt, und das bei gerade mal 5,60m Außenlänge. Wäre die vierte im Bunde auch noch mitgekommen, hätten wir die Bettzuteilung nach Körpergröße ausknobeln müssen, weil dann das untere Bett doch spürbare Längenbegrenzungen hat, aber für eine Nacht als Kurzausflug wäre auch das kein Problem. Mit stolzgeschwellter Brust verkündet Hector daher:
Ein normales Wochenende für eine Arbeitsbiene und doch ein ganzer Urlaub, zumindest gefühlt: Die Camping-Wander-Tour mit Hector und Christine und Wellness und Sommersonne wird uns noch lange im Gedächtnis bleiben. Hier nun die vollständige Zusammenfassung der Strecke inklusive persönlich getesteter Hinweise auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens: Essen und Schlafen.
Ein Teil der Wanderung lässt sich im Rückblick aus der Gipfelperspektive nachvollziehen, auch wenn die wirklich steilen Abschnitte dem Kamerawinkel zum Opfer gefallen sind:
Nur wenige Tage nach der Rückkehr aus Frankreich geht es wieder zurück, zumindest teilweise: Während Christine zur jährlichen Wanderung aus Westen anreist, machen Hector und ich uns auf den Weg aus östlicher Richtung mit Ziel Appenzell. Allen Vorurteilen (Schweiz!) zum Trotz waren die Beschreibung der Wanderung (Christine und ihr Gespür für schöne Touren) und die fast mittig zwischen Basel und München gelegene Region einfach zu verlockend. Als ich dann noch einen vielversprechenden Campingplatz mit Wellness-Rundum-Angebot fand, war das Ziel besiegelt. Also rein in den Bus, rauf mit dem Lautstärkeregler und ab in die Schweiz.
Die Anfahrt beginnt entspannt bis St. Gallen, dann verlasse ich die Haupt-Transit-Strecken und nehme Kurs auf Gais: Bilderbuch-Serpentinen schlängeln sich bergauf und folgen dabei der Bahnstrecke, die in den hochprozentigen (bergauf-) Passagen per Zahnrad zusätzlichen Auftrieb bekommt. Hector muss es allein schaffen, was mit den an Bord befindlichen 130 PS kein Problem ist und auch nicht zu sinnloser Raserei verführt. Die Gegend sieht aus wie aus einer Märklin-Strecke und ich bin bereit, dem Land als Urlaubsregion noch eine Chance zu geben.
Nach der Durchfahrt von Appenzell führt ein schmales Asphaltband stetig und gelegentlich kurvig bergauf. Wie kommen hier eigentlich normal-große Reisemobile, Caravans oder anderes Getier aneinander vorbei?? Die einzige Begegnung während meiner 2,5-km-Anfahrt wird hauptsächlich vom lässig-versierten Fahrer des entgegenkommenden Wohnmobils gemeistert, während Hector sich schlank an den Fahrbahnrand stellt und den Bauch einzieht. Oben angekommen empfängt mich ein durchwürfelter Campingplatz mit akkurat aufgebauten und Hütten-bewehrten Dauercampern einerseits, großen Wiesenflächen für Zelte / Allrad-Mobile / Kleinwagen andererseits sowie ein grummliger Inhaber, der zur Haupt-Essenszeit (er ist zugleich der Küchenchef) stakkato-artig die wichtigsten Informationen herunterrasselt und binnen Sekunden zurück an die Töpfe springt. Für englische Übersetzung sind die Gäste zuständig, was üblicherweise gut funktioniert.
Kurze Zeit später macht Hector es sich in der Abendsonne am Rande der Zeltwiese bequem. Dank der ziemlich speziellen schweizer Stromversorgung komme ich umgehend in Kontakt mit sämtlichen Nachbarn, die mein Problem zwar nicht lösen können, aber 20 Minuten ausdauernd und hilfsbereit ihre Bordtechnik durchwühlen auf der Suche nach einem Steckdosenadapter. Siehe da, die Schweizer können auch aufgeschlossen und kommunikativ sein, zumindest beim Camping! Die Lösung liegt in der Schublade des Inhabers/Kochs, der die Adapter mit guter Marge an außernationale Blondinen wie mich verkauft.
Endlich fertig eingerichtet sehe ich mich nun genauer um: begleitet von sanft bimmelnden Kuhglocken schweift der Blick auf die umliegenden Berge und Orte: Ebenalp und Gais und satt-grüne Wiesen und würzige Bergwelt und wolkenzerfetzter Himmel und viel Luft. Als kurz darauf Christine ankommt, bringt sie es auf den Punkt: dramatisch und doch lieblich, die Gegend rund um Appenzell vereinigt beides. Der Bergblick bleibt uns im Restaurant des Landgasthofs Eischen erhalten, das völlig zu Recht im Gilde Gourmet Guide aufgeführt wird. Wir schlemmen und genießen und sind leicht überfordert mit dem übereifrigen Service, der unsere angeregte Unterhaltung gelegentlich unterbricht. Macht nichts, wer so kochen kann, darf alles.
Der nächste Morgen beginnt mit Müsli, Kuhglocken und dem spontanen Erwerb eines (vergessenen) Wanderrucksacks in Appenzell downtown. Nach langem Hin-und-Her und der Befragung mehrerer Einheimischer & Camper wollen wir die Wanderung auf den Säntis versuchen – trotz Hinweisen auf „ausgesetzte Passagen“, „unbedingt schwindelfrei“ und „am Stahlseil gesichert“. Zu unserem Glück parken wir in Wasserauen im Bereich des besten aller Parkplatzwächter, der unsere Ankunft nicht nur freundlich kommentiert, sondern uns mit einer Wanderkarte und akkurater Beschreibung der einfachsten aller möglichen Säntis-Touren den Weg bereitet. An dieser Stelle sei der nachdrückliche Dank ausgesprochen: Lieber Herr P(arkplatz), ohne Ihre Unterstützung hätten wir den Säntisgipfel an diesem Tag womöglich nicht erreicht!
Die Besteigung des Säntis
Ein frisches „vorher“-Bild später geht es bergan und wir starten gleich mit ordentlich Höhenmetern durch den Wald. Der Wasserlauf neben dem stufenartigen Weg ist mehr Wasserfall als Bach und wir bekommen den ersten Eindruck davon, dass 1.650 Höhenmeter eine für uns eine bis dahin ungeahnte Kategorie der Tageswanderung darstellen.
Noch ist alles lieblich, friedlich und entspannt, nicht zuletzt angesichts der urigen Sennhütte am Wegesrand, die bilderbuchartig einen knurrigen Sensenmann und einen deutlich jüngeren Prachtmensch von Senner aufweist. Getreu dem Motto „Die Milch macht’s!“ erfrischen wir uns bei einem Becher Milch und lassen uns vom freundlichen Senner noch ein großes Stück Ziegenkäse für das abendliche Dinner einpacken.
Mein Kopf spult ungefragt die „Heidi“-Melodie ab, so idyllisch führt der breite, kurzzeitig sogar ebene Weg durch grunzend-mampfende Kuhherden (Almauftrieb war erst vor einigen Tagen). Um die kitischige Kulisse perfekt zu machen, umwandern wir kurz darauf einen glasklaren, spiegelglatten Bergsee. Wow, was ist das schön hier!
Kaum lassen wir den See hinter uns zurück, da haben uns die Höhenmeter wieder fest im Griff. Der Weg wird immer treppenartiger und weiter oben werden wir mit dem Spektakel einer pulsierenden Bergquelle belohnt. Zusätzliche Motivation bietet der Blick zurück: Noch nie haben wir in so kurzer Zeit eine sich so drastisch veränderte Perspektive auf die gerade noch durchwanderten Gegenden erlebt, es ist wie Lift fahren (nur anstrengender)!
Nach der Hälfte der km-Strecke = einem Drittel der gesamten Höhenmeter erreichen wir das Berggasthaus Mesmer und lassen uns auf eine der Bänke fallen. Am Jägerzaun rund um die Terrasse flattern in allen Farben der Outdoorsaison die verschwitzten Wandershirts der Gäste, was in der frischen Bergluft weder stört noch den Genuss des hervorragenden Röstis mindert.
Gasthaus Mesmer
Frisch gestärkt machen wir uns auf zum nächsten Abschnitt der Wanderung: der Weg wird einsamer, die Pflanzenwelt vielfältiger und der Gipfel scheint bereits in greifbare Nähe zu rücken. Immer steiler geht es voran, wobei sich jedoch die Qualität des Weges immer wieder verändert: mal ist es ein Trampelpfad, der auf einer Seite ungefährlich, aber doch ziemlich steil abfällt, mal windet er sich in engen Serpentinen die Wiesen hinauf und dann verschwindet er für ein ganzes Stück gänzlich unter unserem ersten Schneefeld.
Bisher wären uns Wanderstöcke nur im Weg gewesen, weil uns (immer wieder) die Hände zusätzlich Halt geben im Berg-Gekraxel, aber nun auf der meterdicken Schneefläche, wären sie willkommen. Sei’s drum, der Konjunktiv hilft uns nicht weiter, also tasten wir uns vorsichtig heran. Irritierend ist, dass wir offenbar die einzigen / ersten Wanderer sind, die hier entlang wollen: der Schnee weist keinerlei Trittspuren auf. Zunächst hangeln wir uns am Rand zwischen Schneekante und Fels entlang, aber es ist zeitraubend und führt nach einiger Zeit in eine Sackgasse. Mittlerweile kommt uns von oben ein Wanderpaar mit Hund entgegen, die sich in ihrer Richtung – bergab – sachte über das kühle Weiß rutschen lassen. Als es seitlich einfach nicht mehr weiter geht, wechseln auch wir auf die Schneefläche und kraxeln hoch: weit nach vorn gegen die Steigung gelehnt und mit ein wenig Schwung geht es dann doch besser als gedacht, aber die Hürde im Kopf muss genau wie der Schnee an sich erst mal überwunden werden.
Es bleibt unwegsam und steil und langsam wird uns klar, dass unser Tempo im krassen Widerspruch zu der Zeitvorgabe für diesen Abschnitt steht. Wir versuchen uns gegenseitig zu motivieren und anzutreiben, halten aber auch immer wieder inne für kurze Pausen, um Kraft zu schöpfen für die nächsten Meter. Nach rd. zwei Stunden erreichen wir die „Wagenlücke“, einen Durchbruch im Grat, der uns auf die andere Seite der Bergkette bringt. Während wir erschöpft auf einer provisorischen Bank sitzen, ist der Blick auf den Plan ernüchternd: der mühsam erkämpfte Weg hätte nur 65 Minuten dauern sollen! Wenn wir so weiter machen, ist die Rückkehr in den heimischen Bus für heute unerreichbar…
Noch während wir uns auf der Bank ausruhen, wandert der Blick umher: zum einen sieht das Wetterschutzhäuschen nicht besonders heimelig aus, zum anderen ist die Aussicht so fantastisch, dass wir nach nur 15 Minuten Erholung den nächsten Abschnitt in Angriff nehmen. Die Tourbeschreibung des Lonely Planet verweist hierfür auf den Gletscher „Gross Schnee“ und „a final zigzagging ascent through the rock (with sections of fixed cable to ease the nerves)“, also haben wir noch einige anspruchsvolle Passagen vor uns. Nach wie vor hoffe ich darauf, dass wir bis 18:00 Uhr den Gipfel erreichen und die letzte Seilbahn ins Tal nehmen können. Zumindest sind wir jetzt schon so nah dran, dass es doch gelacht wäre, wenn wir jetzt noch umkehren müssten!
Durchbruch im Grat: Wagenlücke
Kaum brechen wir auf für den letzten Anstieg, schon unterstützen uns äußere Faktoren in unserem Gipfelsturm: eine Gruppe Wanderer kommt von einer Alternativroute heran und erleichtert das Fortkommen. Es ist ein deutlicher Unterschied, ob wir uns allein in schroffer Bergwelt den Weg suchen oder ob wir in einer Karawane von Wanderern einfach mitlaufen. Es folgen zwar noch mehrere Schnee-/Gletscherfelder, aber irgendwie ist der Knoten geplatzt und wir laufen einfach drüber. Nachdem es anfangs so unglaublich schwierig schien, ist es nun, als hätten wir gelernt über Wasser zu laufen: sieht fies aus, geht dann aber doch. Zumal hier mehrere Routen zusammen kommen und die Tritte vorausgegangener Wanderer helfen, so dass wir nur noch selten leicht nach unten wegzurutschen.
Stoisch überqueren wir Schneefeld über Schneefeld, unterbrochen von felsig-steilen Passagen, bei denen wir wieder froh darum sind, uns mit den Händen zusätzlich halten zu können. Inzwischen entwickelt sich bei uns beiden ein guter Rhythmus und wir fangen an, die Jungs-Wandergruppe vom Bodensee nach und nach zu überholen. Eine gefühlte ganze, tatsächlich jedoch nur halbe Stunde später rückt die Aussichtsterrasse des Säntis so nah, dass wir einzelne Personen ausmachen können und das Klirren der Biergläser zu hören ist. Mein Wander-Ich schaltet auf „Endspurt!“ und Christine zieht lässig mit, so dass wir die Zick-Zack-Serpentinen des letzten Wegstücks kraftvoll in Angriff nehmen. Das Stahlseil funktioniert wie ein Treppengeländer, so dass uns diese als besonders schwierig angepriesene Strecke („absolut schwindelfrei“ angeblich ein Muss) erheblich leichter fällt als der weniger steile, aber sehr freie Abschnitt zwischen Mesmer und Wagenlücke.
In Rekordzeit sind wir oben und fallen uns um 17:03h glücklich in die Arme. Wir, Säntis-Bezwinger, Gipfelstürmer, Supergirl und Wonderwoman!!
Es ist kalt hier oben und zugig, aber das gleitet an uns ab. Wir schweben auf den Endorphinen der Begeisterung: wir haben es geschafft! Diese Tour!! Mit allen Schwierigkeiten!! Der Säntis ist mit seinen 2.502 m der höchste Punkt weit und breit und so haben wir Weitblick in alle Richtungen. Es ist zu diesig, um den Bodensee klar zu erkennen, aber das Panorama ist dennoch umwerfend. Vor allem der Blick zurück ist der Wahnsinn: da sind wir entlang gekommen. Da unten, weit weg, liegt der Bergsee. Dort der Grat, an dessen Lücke wir auf die andere Seite gewechselt haben. Auch andere Routen sehen wir von hier oben: eine davon führt 2 Stunden am Stück über einen größeren Gletscher, eine andere führt über einen schmalen Grat auf 2.400m Höhe, bei dem es beiderseits schroff in die Tiefe geht – ja, wir glauben gern, dass wir den einfachsten Weg hatten und wir verstehen die Begeisterung für das Wandern am und auf den Säntis. So spannend war noch keine der Wanderungen in meinem Leben und ich war auch noch nie so stolz darauf, einen Gipfel bestiegen zu haben.
Nachdem wir die Gipfelplattformen in alle Richtungen erkundet und den Blick über volle 360° eingesogen haben ziehen wir am Automaten zwei Tickets zu je 45,- CHF für die Talfahrt. Nebenbei frage ich mich, wie eigentlich das Baumaterial und die Baumaschinen für die Errichtung dieser aberwitzig umfangreichen Gebäude hier herauf geschafft wurden – so bauwütig und teilweise hässlich die technischen und gastronomischen Anlagen auch sein mögen, sie bieten Rettung und Komfort und hätten uns bei verspäteter Ankunft mit Panoramarestaurant und ausreichenden Übernachtungszimmern wohlwollend aufgenommen. Noch vor zwei Stunden war das ein durchaus tröstlicher Gedanke… Nun schweben wir mit der Säntisbahn sanft ins Tal und landen auf der anderen Seite des Berges in Schwägalp.
Wir lassen die Wanderung Revue passieren: Abmarsch um 9:30, Ankunft am Gipfel um 17:00, dazwischen 2 fast halbstündige sowie eine lange Pause ergeben eine reine Gehzeit von rund 5 Stunden. Über die Distanz von 9 km und 1.634 Höhenmeter liegen wir genau im Durchschnitt der Beschreibung aus dem Lonely Planet Wanderbuch, das die Route als „medium – hard“ einstuft. Für kletter-unerfahrene Bergbesucher ist sie machbar, aber auch knackig. Zwischen dem Startpunkt Wasserauen und dem Säntis-Gipfel ist der Weg enorm vielfältig, von kitschig-wunderschön bis schroff und (gletscherbedingt) eisig ist alles dabei. Die kleine Käserei ziemlich zu Anfang, die in keiner der Touristeninfos aufgeführt ist, hat sich als die urigste und auf ihre einfache Art auch als die schönste überhaupt entpuppt. Die Qual der Wahl des Mittagsgasthauses können wir nur einseitig beantworten: Es gibt in den tieferen Lagen zwar erfreulich viele Gasthäuser, wir haben jedoch nur das „Mesmer“ ausprobiert, und zwar mit Genuss.
Die Rückfahrt mit 3x Umsteigen, Auto einsammeln und Rückweg zum Campingplatz zieht sich zwar etwas hin, aber schließlich kommen wir erschöpft und glücklich an, stürmen für 1,- CHF die heißen Duschen und legen den Rest des Abends die Beine hoch. Christine hat einen wundervollen schweren Rotwein mitgebracht, der zusammen mit ihren hervorgezauberten Kartoffelchips vorzüglich zum Ziegenfrischkäse von heute Vormittag passt. Die Sonne ist gerade erst untergegangen, als die erste auf der Couch einschläft und den eindrucksvollen Bergtag beendet.
Erschöpfte Wanderer sehen friedlich aus, solange man sie in Ruhe lässt. Zwingt man sie dazu, sich erneut zu bewegen, können sie angeblich sehr ungemütlich werden…
Wellness-Camping für Fortgeschrittene
Nach unserer Wahnsinns-Tour vom Vortag haben wir uns am Sonntag Ruhe verdient: obwohl es zu heiß für die Saunalandschaft ist, nutzen wir das Wellness-Angebot des Landgasthofs Eischen. Der kleine Indoor-Pool verfügt über eine Gegenstrom-Anlage, so dass auch auf 8m Länge ein wenig Schwimmtraining machbar ist. Die Glasfronten lassen sich aufschieben für mehr Freibadgefühl, die Sonnenliegen und der Whirlpool im Freien komlettieren unsere Wohlfühl-Oase. Mehrere Stunden genießen wir die kräftige Sonne und die erholsame Ruhe, bis uns der Hunger zum nächsten Programmpunkt treibt. Nur wenige Meter oberhalb unserer Sonnenliegen ergattern wir einen schattigen Terrassenplatz und lassen uns ein weiteres mal von der Küche des Hauses verwöhnen.
Am Nachmittag und erst nach einem herzlichen Abschied vom köstlich-kochenden Inhaber teilen wir unsere Wege wieder auf nach West (Christine) und Ost (Hector + ich), diesmal in beiden Richtungen staufrei. Zu diesem Zeitpunkt keimt bereits die Idee für die nächste Urlaubsfahrt mit Hector, aber das wird sich alles noch zu gegebener Zeit entwickeln…